© Stiftung Niedersachsen | Gruppenbild der Vertreter*innen der geförderten Vital Villages
Von Aufbruchstimmung, Möglichkeitsräumen und Mikroprojekten
Tanz am See, Konzerte von Jugendlichen, Dorfkino, Jonglage im Freilichttheater und viel Programm auf dem fliegenden Kultursofa, Ausstellungen im Garten und KulturMALzeiten als Austauschformate über Kulturwünsche, interkulturelle Sommerfeste, Lesungen und Konzerte… Von 2023 bis 2026 wurden das Kulturzentrum Alte Polizei in Stadthagen, die Förderunion für Kunst und Kultur in Meppen, der Kulturverein Platenlaase in Jameln/Wendland, der ehrenhafte Verein in Herzberg am Harz, die Samtgemeinde Dahlenburg im Landkreis Lüneburg, die Gemeinde Wurster Nordseeküste im Landkreis Cuxhaven und der Verein Bürgerhaus Jemgum im Landkreis Leer von uns im Rahmen des Förderprogramms Vital Village gefördert. Sie erhielten eine Förderung in Höhe von je 30.000 Euro, um ihre Gemeinde positiv durch Kultur zu gestalten und die Lebensqualität vor Ort langfristig zu erhöhen – und das gelang mit großem Erfolg. Das Geld wurde für die Durchführung eigener Kulturprojekte, Personalkosten und für Finanzierung von Kulturprojekten Dritter genutzt. Dadurch entstand eine Vielzahl an neuen Projekten, kreative Ideen wurden gemeinsam entwickelt und unzählige Menschen mit Veranstaltungen und Angeboten erreicht. Eine Aufbruchstimmung entfaltete sich vielerorts, Möglichkeitsräume entstanden, neue Kontakte wurden geschmiedet und Netzwerke entstanden.
Da ein Teil der Fördersumme für Mikroprojekte Dritter eingesetzt wurde, traten die geförderten Institutionen selbst als Förderer auf. Dies war für alle eine unvorhergesehene Herausforderung und gestaltete sich mancherorts schwieriger und arbeitsintensiver als erwartet. Es trug aber final zur Stärkung der lokalen Kulturszene bei und Wünsche der Bewohner*innen an das lokale Kulturangebot wurden sichtbar.
Da ein Teil der Fördersumme für Mikroprojekte Dritter eingesetzt wurde, traten die geförderten Institutionen selbst als Förderer auf. Dies war für alle eine unvorhergesehene Herausforderung und gestaltete sich mancherorts schwieriger und arbeitsintensiver als erwartet. Es trug aber final zur Stärkung der lokalen Kulturszene bei und Wünsche der Bewohner*innen an das lokale Kulturangebot wurden sichtbar.
© Stiftung Niedersachsen | Talkrunde beim Fachtag zum Abschluss der ersten Förderrunde Vital Village im Künstlerhaus Hannover 2026
Zum Abschluss der ersten Förderrunde kamen Vertreter*innen aller Institutionen und Gemeinden nach Hannover ins Künstlerhaus. Ein Tag lang standen nochmals der Erfahrungsaustausch, Einblicke in die Projekte und Ausblicke in die Zukunft im Mittelpunkt. Die Kulturmanagerin Aisha Spalthoff moderierte die abschließende Reflexionsrunde und stellte viele Themen auf den Prüfstand: Was ist von der Ursprungskonzeption geblieben, was konnte realisiert werden und was ist gescheitert? Warum war die Mikroprojektförderung so schwierig? Sind Kooperationen Fluch und Segen zugleich? Ist die Ansprache an neues Publikum gelungen? Was bleibt und wie geht es weiter?
Mehr erfahren über das Förderprogramm Vital Village
und die geförderten Orte
Fazit: Sieben Orte und sieben extrem unterschiedliche Erfahrungen!
Jede Institution hat durch die individuellen Bedingungen vor Ort eigene Lösungsansätze, Ideen und Projekte verfolgt. Dadurch sind passgenaue Kulturprojekte entstanden, die auf eine hohe Resonanz stießen. Das Einbeziehen der Bevölkerung war aufwendig und teils auch mühsam, hat aber zu einer enormen Akzeptanz geführt. Das Förderprogramm Vital Village ermöglichte durch seine hohe Flexibilität den Prozess über zwei Jahre individuell zu gestalten und immer wieder neu zu steuern. Mancherorts entstand nur ein kurzes Feuerwerk, aber vielerorts werden die positiven Impulse weitergeführt. Die Funktion als „Ankerpunkt“ wurde im Harz sogar ausgezeichnet und in anderen Orten eher verdeckt wahrgenommen. So unterschiedlich die Erfahrungen und Kulturprojekte der sieben geförderten Institutionen auch sind, so einig waren sich am Ende alle: es braucht mehr „Vital Villages“!