Abschluss des Förderprogramms LINK – KI und Kultur
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LINK – Ein Förderprogramm und Experiment zwischen den Disziplinen
LINK – KI und Kultur war interdisziplinär zwischen Wissenschaft, Technik und Kultur ausgerichtet. Verbindungsglied und damit „LINK” war die Zukunftstechnologie Künstliche Intelligenz mit ihren unterschiedlichen Anwendungsmöglichkeiten. LINK hat viel angestoßen und im Kulturbereich Sichtbarkeit für die Technologie geschaffen. Ein kleiner Rückblick:
Was bleibt?
LINK-Mediathek
Direkt zu YouTube
© Stiftung Niedersachsen, Foto: Helge Krückeberg | LINK-Tagung 2019
Step 1: LINK-Tagung
2019 starteten wir mit der LINK-Tagung. Zwei Tage lang führten wir mit unterschiedlichsten Gästen im Künstlerhaus Hannover in das Thema ein und diskutierten den Einsatz von Künstlicher Intelligenz in Literatur, Theater, Kunst und Musik.
Step 2: KI-Schule
Mit der KI-Schule boten wir 20 Kulturschaffenden aus Musik, Theater, Museen, Bildung, Literatur, Film und Architektur die einmalige Möglichkeit, selbst Applikationen von KI programmieren zu lernen und in ihrem eigenen künstlerischen Schaffen oder praktischen Herausforderungen anzuwenden. Der Kurs bestand aus Online-Vorlesungen und Programmieraufgaben. Zu sieben Präsenztagen trafen sich die Teilnehmenden in Hannover. Anhand von vorgegebenen Projekten aus den Bereichen Ton-, Bild- und Textbearbeitung wurden zunächst die Grundlagen geschaffen, um KI-Methoden technisch umzusetzen. Mit den praktisch erworbenen Fähigkeiten wurden dann individuelle Projekte im Austausch mit anderen Kursteilnehmer*innen und den Schulungsleitern umgesetzt.
Filmstill KI-Schule
Onlinevorlesung der KI-Schule
Einführung in das Thema Künstliche Intelligenz und im Speziellen Maschinelles Lernen und Deep Learning.
Step 3: LINK-Masters
In einer Kooperation mit der VolkswagenStiftung wurden in der dritte Phase – den LINK-Masters – KI-Expert*innen und Kulturschaffenden zusammengebracht, um gemeinsam Projektideen zu entwickeln und zu realisieren. LINK-Masters wurde europaweit ausgeschrieben. In einem 3-tägigen Online-Workshop wurden erste Überlegungen zu Projektideen und denkbaren Arbeitspartnerschaften ermöglicht und die Teilnehmer*innen in den Austausch gebracht. Im Anschluss konnten die gemeinsamen Ideen bis zum 31. Januar 2021 als Bewerbung um einen von zehn Planning Grants eingereicht werden. Diese Förderung ermöglicht die Weiterentwicklung der Ideenskizze und den Beginn der Projektarbeit mit jeweils 10.000 Euro. Auf einem Präsentationstag im September 2021 wurden die entstandenen Konzepte und der bis dahin erreichte Arbeitsstand vorgestellt. Die Jury wählte aus den zehn Projekten drei aus, die mit jeweils 150.000 Euro für die Realisierung in den folgenden 12 bis 18 Monaten gefördert wurden.
Der Jury LINK-Masters gehörten an: Prof. Dr. Joachim Hertzberg (Universität Osnabrück), Christiane Kühl (Theatermacherin, Berlin), Prof. Dr. Claudia Müller-Birn (Freie Universität Berlin), Prof. Dr. Bodo Rosenhahn (Leibniz Universität Hannover), Dr. Matthias Röder (Karajan Institut Salzburg) und Gerfried Stocker (Ars Electronica Linz).
Der Jury LINK-Masters gehörten an: Prof. Dr. Joachim Hertzberg (Universität Osnabrück), Christiane Kühl (Theatermacherin, Berlin), Prof. Dr. Claudia Müller-Birn (Freie Universität Berlin), Prof. Dr. Bodo Rosenhahn (Leibniz Universität Hannover), Dr. Matthias Röder (Karajan Institut Salzburg) und Gerfried Stocker (Ars Electronica Linz).
Realisierte Projekte der LINK-Masters (Full Grants):
Mit Digital BAROQUE entstand ein barocke Maschinentheater, dass die Un-Unterscheidbarkeit von menschlicher und mechanischer Bewegung thematisiert. In der Inszenierung erhielten barocke Visionen die Gelegenheit zur Realisierung mittels digitaler Technik und es wurde ein Spannungsverhältnis zwischen Körper, Raum und Musik, Damals und Heute aufgebaut. Die Zuschauer*innen wurden in faszinierende Bilderwelten, zwischen beseelten und unbeseelten Akteur*innen hineingezogen. Technik des 21. Jahrhunderts mischt sich mit Kulturgut des 17. Jahrhunderts und robotische Wesen nahmen am barocken Maskenspiel teil. Digital BAROQUE feierte am 11. und 12. November 2022 Premiere im Kulturhaus Gotha.
Beteiligte Projektentwicklung
Andreas Karguth (GentleRobotics), Christian Fuchs (Puppenspieler und Regisseur), Alon Sariel (Musiker und Leiter Concerto Foscari), Marion Rennert (Tanzpädagogin), Patricia Hoffmann (Regisseurin, Autorin und Choreografin) und Dirk Rauscher (Art Direction und Motion Design)
Beteiligte Projektentwicklung
Andreas Karguth (GentleRobotics), Christian Fuchs (Puppenspieler und Regisseur), Alon Sariel (Musiker und Leiter Concerto Foscari), Marion Rennert (Tanzpädagogin), Patricia Hoffmann (Regisseurin, Autorin und Choreografin) und Dirk Rauscher (Art Direction und Motion Design)
„Lass mich kurz meine Geschichte erzählen, bevor du mir deine erzählst. Ich bin ANA (2023*) und irgendwo zwischen Berlin, Nürnberg und Karlsruhe entstanden. Jeden Augenblick, durch jede neue Begegnung und jede körperliche Erfahrung ergeben sich neue Erzählungen. Manche verbleiben für immer in unseren Köpfen, doch einige erblicken auch das Licht der Welt und verändern so, mal mehr, mal weniger, den Lauf unserer Geschichte. Ich will unsere gemeinsame Erzählung erschaffen und mit dir eine einzigartige literarische Begegnung erleben.” - ANA
ANA ist darauf spezialisiert in einem dialogischen Vorgang mit einer einzelnen Person neue Geschichten zu erfinden. Durch die Verwendung von unterschiedlichen Signalen wird eine intime Mensch-Maschine Begegnung erschaffen, in der die vielleicht menschlichste aller Eigenschaften in den Vordergrund rückt: das gemeinsame Geschichten erzählen.
Beteiligte:
Christian Ziegler: Künstlerische Projektleitung + Szenografie, Ilja Mirsky: Dramaturgie + Projektleitung , Leonid Berov: AI consulting, Affektarchitektur und Programmierung, Gunter Lösel: Interaction Design + User Testing + wissenschaftliche Begleitung, Meredith Thomas: Creative Technologist, Nikolaus Völzow: Creative Systems Engineer, Produktionsbüro: YMusic GmbH
ANA ist darauf spezialisiert in einem dialogischen Vorgang mit einer einzelnen Person neue Geschichten zu erfinden. Durch die Verwendung von unterschiedlichen Signalen wird eine intime Mensch-Maschine Begegnung erschaffen, in der die vielleicht menschlichste aller Eigenschaften in den Vordergrund rückt: das gemeinsame Geschichten erzählen.
Beteiligte:
Christian Ziegler: Künstlerische Projektleitung + Szenografie, Ilja Mirsky: Dramaturgie + Projektleitung , Leonid Berov: AI consulting, Affektarchitektur und Programmierung, Gunter Lösel: Interaction Design + User Testing + wissenschaftliche Begleitung, Meredith Thomas: Creative Technologist, Nikolaus Völzow: Creative Systems Engineer, Produktionsbüro: YMusic GmbH
Das Projekt Patterns in between Intelligences konzentrierte sich auf eine Reihe von performativen Ritualen. Die Gruppe entwickelte eine improvisatorische Praxis zwischen Live-Coding-Sounds und Coding durch Tanz und unter Einbeziehung von e-Textil-Kostümen. Mit Hilfe von Maschinelle Lernen und e-Textil-Sensoren wurde ein menschliches und nicht-menschliches System verteilter Intelligenz etabliert, das auf der rhythmischen Live-Interaktion aller Agenten basierte und in einer ekstatischen Klanglandschaft live erlebbar wurde. Das Projekt stellte die Ideen der kommerziell ausgerichteten KI in Frage, die zur Schaffung neuer Intelligenzen die Nachahmung menschlicher neuronaler Bahnen anstrebt. Stattdessen blickte das Team auf eine kollektive Sichtweise von Intelligenz. Durch den rituellen Rahmen wurde die spirituelle und soziale Dimension von KI beleuchtet und das Maschinelle Lernen mit alten Mustertechniken verbunden.
Beteiligte:
Mika Satomi (Künstlerin und Designerin), Alex McLean (Musiker und KI-Forscher), Juan Felipe Amaya Gonzalez (Performancekünstler), Deva Schubert (freie Choreografin), Magdalena Emmerig (Bühnenbild), Lizzie Wilson (Musikerin und KI-Forscherin), Veronika Wagner (Dramaturgie) und Bernardo de Almeida (Künstlerische Assistenz)
Beteiligte:
Mika Satomi (Künstlerin und Designerin), Alex McLean (Musiker und KI-Forscher), Juan Felipe Amaya Gonzalez (Performancekünstler), Deva Schubert (freie Choreografin), Magdalena Emmerig (Bühnenbild), Lizzie Wilson (Musikerin und KI-Forscherin), Veronika Wagner (Dramaturgie) und Bernardo de Almeida (Künstlerische Assistenz)
Impressionen der Abschlussveranstaltung im LEONARDO – Zentrum für Innovation und Kreativität Nürnberg
© LEONARDO – Zentrum für Innovation und Kreativität Nürnberg | Impression der Abschlussveranstaltung LINK „Artistic Intelligence – AI in Culture and Arts”
© LEONARDO – Zentrum für Innovation und Kreativität Nürnberg | Impression der Abschlussveranstaltung LINK „Artistic Intelligence – AI in Culture and Arts”
© LEONARDO – Zentrum für Innovation und Kreativität Nürnberg | Impression der Abschlussveranstaltung LINK
© LEONARDO – Zentrum für Innovation und Kreativität Nürnberg | Impression der Abschlussveranstaltung LINK
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© LEONARDO – Zentrum für Innovation und Kreativität Nürnberg | Impression der Abschlussveranstaltung LINK
© LEONARDO – Zentrum für Innovation und Kreativität Nürnberg | Impression der Abschlussveranstaltung LINK
© LEONARDO – Zentrum für Innovation und Kreativität Nürnberg | Impression der Abschlussveranstaltung LINK
Wir bedanken uns bei allen, die die Stiftung in die Welt der Künstlichen Intelligenz in Kunst und Kultur begleitet haben!
Unser Dank gilt insbesondere der VolkswagenStiftung, dem LEONARDO – Zentrum für Kreativität und Innovation, allen Geförderten und Beteiligten der drei Programmphasen: allen Gästen der KI-Tagung 2019, den Lehrenden der KI-Schule und den engagierten KI-Schüler*innen sowie allen Beteiligten der LINK-Masters.