Stimmen: Koordinaten des Eigenen

Staatsoper Hannover

© Clemens Heidrich

Warum singt der Mensch? Singen alle Völker anders? Können wir hören, ob es in dem Gesang um Liebe, Trauer, Abschied oder Ankommen geht? Das sind nur einige Fragen, mit denen sich das Projekt „Stimmen“ beschäftigt. 

Julia Hübner und Martin Mutschler haben mit „STIMMEN. Koordinaten des Eigenen“  eine einzigartige Veranstaltungsreihe geschaffen, die die Türen zu anderen Kulturen öffnet.  

In diversen Formaten (Konzert, Festival, Workshop, Performance und Vorträge) werden die Reflexion und das Gespräch über Gesang, Stimme und Körperlichkeit gesucht. Im Mittelpunkt steht dabei die Begeisterung für den Gesang als Verbindung der kulturellen Vielstimmigkeit: Singen als Gefühlsausdruck, als Kontaktaufnahme, als Erzählung. Die Veranstaltungen, die vom Herbst 2019 bis in den Sommer 2022 stattfinden, widmen sich Ausdrucksformen abseits des klassischen Operngesangs und präsentierten Musikgenres, die aus anderen Kulturen stammen, ebenso wie szenisch verstandene Performanceformate. 

Ein Schwerpunkt der bisherigen Veranstaltungen waren Konzerte mit Künstler*innen aus dem türkisch-arabischen Kulturkreis, Stars der orientalischen Musik, die ebenso für die Diversität Hannovers standen, wie Konzerte lokaler Künstler*innen. 

Nach dem Konzert der kurdischen Sängerin Aynur im Januar 2020, wurden die Veranstaltungen wegen der Corona-Pandemie unterbrochen. Ab Herbst 2021 werden auf der großen Bühne des Opernhauses wieder Sänger*innen aus verschiedenen Kulturen zu erleben sein.

Auch die Reihe mit den Aufführungen Wiegenlieder und Liebeslieder sowie Voice Stories aus den ersten beiden Spielzeiten wird fortgeführt. So eröffnet Voice Stories musikethnologische und biografische Perspektiven auf die Stimmentwicklung von 5 Sänger*innen.

© Clemens Heidrich