Morgenland Festival Osnabrück

Bora Dugić & Gyula Csík | Morgenland Festival Osnabrück  – Online Edition vom 25. Juni 2020

Seit 2005 widmet sich das Osnabrücker Festival unter der Leitung von Michael Dreyer den Musikkulturen des Vorderen Orients – von traditioneller Musik bis zu Jazz, Rock und Avantgarde. Mit dem Schwerpunkt auf einer Region, die als „Orient“ unmittelbar positive wie negative Klischeebilder hervorruft, hat sich das Festival zur Aufgabe gemacht, diesen Bildern ein möglichst authentisches entgegenzusetzen. Das Festival ermöglicht seinem Publikum und seinen Gästen die Begegnung mit dem Anderen als ein komplexes – mal verwandtes, mal inspirierend Fremdes.

Das Morgenland Festival Osnabrück hat Chor- und Orchesterprojekte in Iran, Irak, Syrien, Jordanien, Kasachstan, Libanon, in der Türkei, Kirgisistan und in den Niederlanden realisiert. 2013 lud es 65 Musiker aus neun Ländern zu einem mehrtätigen Gastspiel nach Erbil und Sulaimaniya in Kurdistan/Irak. Der erste Auftritt eines westlichen Symphonieorchesters in Iran nach 1979 oder die Iran-Premiere der Bach’schen Johannes-Passion waren weitere Höhepunkte in der Geschichte des Festivals.

2020 präsentierte sich das Morgenland Festival in zwei Versionen: Im Juni fand zunächst eine Online-Edition statt und im Dezember eine Live-Edition. Beide Formate standen unter dem Motto BALKANS BEYOND BRASS.

2021 kann das Festival wieder im Sommer für Live-Begegnungen mit der Musikkultur östlich des Mittelmeers sorgen. Vom 9. bis 17. Juli stehen sechs Open-Air-Konzerte, eine Lesung und eine Filmvorführung in Osnabrück auf dem Programm. Der Auftritt der Roma und Sinti Philharmoniker in der Osnabrück Halle wurde in den November verlegt.

Förderpartner
Morgenland Festival Osnabrück e.V.