Jugendkulturpreis Niedersachsen

Gewinner des Jugendkulturpreises 2016: CircA Holix | © CircA Holix

Wohnzimmerkonzerte in Wilhelmshaven, eine eigene Modekollektion in Goslar, ein filmisches Drama über den Tod aus Ebsdorf bei Stade oder Anime meets in Bad Essen. Beim Jugendkulturpreis zeigen niedersächsische Jugendliche ihre Kreativität und machen ihr Ding.

Die Stiftung Niedersachsen hat den Wettbewerb 2016 erstmalig und gemeinsam mit der Landesvereinigung Kulturelle Jugendbildung (LKJ) ausgelobt. Jeweils zehn Gewinner erhalten 1.000 € Startkapital und professionelle Unterstützung durch örtliche Kultureinrichtungen, um ihr Kulturprojekt umzusetzen. Ziel ist es Jugendliche anzuregen, mutig künstlerisch-kreative Ideen zu entwickeln und sich in Kunst und Kultur einzumischen. Schirmherr ist Ministerpräsident Stephan Weil.

Die Gewinner des Jugendkulturpreises 2020:

Showband Rastede e.V. Youngstars
„a better place“

Musik | Rastede
„eine besserer Ort“ - die Fridays for future-Bewegung bewegt auch die „Youngsters“ aus Rastede, die es sich zur Aufgabe machen möchten, ihr Publikum in den Austausch über den weltweiten Klimaschutz zu bringen. Das neue Programm „a better place“ soll musikalisch und choreographisch der Klimabewegung eine Bühne bieten.


Anna Darmstädter    
„Ufos tauchen auf“    

Hörspiel | Hannover    
Anna möchte ein Hörspiel über den Umgang der Menschen mit dem Fremden schreiben und produzieren. „Ufos tauchen auf“ erzählt ironisch über Missstände im Zusammenleben und dem Umgang mit dem scheinbar Fremden. Bei Anna sind es Aliens, die schon immer auf der Erde bzw. am Himmel leben. Nur hat kaum einer bis jetzt den Kopf gehoben und sie wahrgenommen.


Fenna Walter    
„Ludmilla und die Angst“    

Roman | Hannover    
Fenna schreibt einen Roman. „Ludmilla und die Angst“ wird er heißen und er behandelt genau dieses Thema: die Angst. Ein Thema, welches nicht nur für Jugendliche sehr präsent sein kann. Fenna lässt die Angst als eigenständige Person zu Wort kommen und schafft dabei eine starke und mutige Protagonistin, die sich ihrer Angst entgegenstellt.


Laurin Nobis     
„Der Weg eines Transgender”    

Komposition | Hannover    
Laurin komponiert seit zwei Jahren in der Komponistenklasse „L ‘art pour l´art“. Dort hat er bereits ein Stück zum Thema Waffengewalt bei Jugendlichen geschrieben. Für den Jugendkulturpreis möchte er eine Komposition mit dem Titel „Der Weg eines Transgender“ erarbeiten und durch die Unterstützung eines Ensembles zur Aufführung bringen.


Chiara Nobis    
„Trigger“    

Film | Hannover    
Chiaras Idee ist es, einen Film zum Thema „verrückt sein“ drehen. „Trigger“ lautet der Arbeitstitel des Projektes und soll den Weg einer jungen Frau portraitieren, die Schritt für Schritt ins „verrückt sein“ abdriftet. Zusammen mit ihrer Crew hat Chiara im letzten Jahr bereits einen Film gedreht und kann so auf gemeinsame Erfahrungen zurückgreifen.


Hannah Friedrich    
„Darkness“    

Tanz/Integrationsprojekt für u. mit Blinden/Gehörlosen | Hildesheim    
Hannahs Idee führt ihre Welt des Tanzes mit der Welt der gehörlosen und blinden Menschen zusammen. Sie möchte ein Workshop-Konzept entwickeln, das sich ausschließlich an Menschen mit diesen Einschränkungen richtet und ein gemeinsames Tanzprojekt entstehen lassen.


Merrill Hagemann    
„Luna“    

Animationsfilm | Hannover    
Der animierte Zeichentrickfilm von Merrill wird „Luna“ heißen: In einer postapokalyptischen Welt der Zukunft, in der die Natur sich ihren Platz zurückgenommen hat, leben die Menschen wie in Zeiten der Jäger und Sammler. Im Rahmen des Jugendkulturpreises Niedersachsen möchte Merrill das fünfminütige Intro für seinen Film produzieren.


IGS Bothfeld     
„Zu.Gehört“  
 
Politisches Theater | Hannover    
Der Wahlpflichtkurs Politik und Darstellendes Spiel entwickelt ein Theaterstück, das sich mit den Möglichkeiten der politischen Teilhabe in Niedersachsen auseinandersetzt. Das Ergebnis bleibt zunächst offen: gründen einer Jugendpartei auf der Bühne, postdramatische Intervention im öffentlichen Raum, Schillers „Räuber“ in Neuauflage mit Textfragment von Falk Richters „Fear“?


Ella Frankenberg    
„Zeit mit den Eltern - eine Annäherung zurück“  
 
Tanz/Akrobatik/Theater | Nordstemmen    
Ellas Projektidee beschäftigt sich mit der Zeit nach der Abnabelung der Kinder von den Eltern. Sie möchte ein akrobatisches generationsübergreifendes Tanzprojekt über die Wiederannäherung verwirklichen. Während des Stückes sollen sich die Rollen der Kinder und Eltern vertauschen, damit ein gemeinsamer künstlerischer Prozess „auf Augenhöhe“ stattfinden kann, der ein Annäherung zulässt. Die gemeinsame Aufführung steht als Wunsch und Ziel am Ende dieser Idee.

 

Jugendkulturpreis 2018 – Finalpräsentationen

Förderpartner
Landesvereinigung kulturelle Jugendbildung e. V. (LKJ)

Leisewitzstraße 37b

30175 Hannover