SchreibZeit

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Im Reigen der vielen Literaturförderprogramme setzt die SchreibZeit einen neuen Akzent und fördert gezielt dort, wo junge Autor*innen Unterstützung und Sichtbarkeit benötigen.

Dr. Gunter Dunkel, Präsident der Stiftung Niedersachsen

Mit SchreibZeit initiiert die Stiftung ab 2021 ein neues Programm der Förderung junger Autor*innen mit ersten Publikationserfahrungen. Das Programm SchreibZeit ersetzt das bisherige Literaturförderprogramm Literatur Labor Wolfenbüttel.

Die Förderung besteht in der Vergabe von jährlich vier viermonatigen Stipendien, die auf Wunsch mit einer Residenz in der Bundesakademie für Kulturelle Bildung in Wolfenbüttel verbunden sind. Eine Bewerbung ist nicht möglich. Die Stipendiat*innen werden von Kurator*innen vorgeschlagen und von einer Jury ausgewählt. Die Stipendien beinhalten neben einer finanziellen Förderung die Begleitung durch individuelle Mentor*innen, die die Stipendiat*innen bei der Arbeit an ihren Projekten unterstützen. Zudem können sich die Stipendiat*innen im jeweiligen Zeitraum zwei Impulse auswählen, die bei gemeinsamen Treffen in Wolfenbüttel umgesetzt werden. Dies können etwa Vorträgen und/oder Begegnungen mit Menschen oder Institutionen sein. Hier soll es auch Gelegenheit zum Austausch über die literarische Arbeit und den Literaturbetrieb geben.

Das zunächst auf vier Jahre angelegte Programm fördert gezielt junge Stimmen, die gesellschaftlich relevante Themen aufnehmen, neue Formate des Schreibens entwickeln und die Gesellschaft in ihrer Vielfalt abbilden. Pro Jahr wird ein anderer thematischer Schwerpunkt gefördert:

(1) Interkulturelle („hybride”) Literatur

Interkulturelle („hybride”) Literatur einer Gesellschaft im demographischen, kulturellen, ökologischen Wandel, die nicht nur „neue” Inhalte meint, sondern auch die Formenvielfalt abbildet. Erfasst werden soll hier auch der Umgang mit Mehrsprachigkeit, mit mentalitätsgeprägter Sprache, die neue Bilder schafft sowie biographische Hintergründe, die neue Perspektiven eröffnen.

(2) Lyrik im digitalen Zeitalter

„Lyrik, verdichtete Sprache im digitalen Zeitalter”; die sogenannte „Ausweitung der Wortzone”, die sich im Poetry-Slam, im Hip Hop und anderen populäre Formen zeigt, die sich durch Rhythmus und Form der Lyrik zuordnen lassen, sollen 2023 gefördert werden

(3) Graphic Novel

„Graphic Novel”, Schreiben und Zeichnen, Text und Bild; der „graphische” Roman mit höchster künstlerischer Freiheit für die Autor*innen (Szenarist*innen und Zeichner*innen); hier sind 2024 auch Doppelstipendien für Autor*innen und Zeichner*innen möglich.

(4) Szenisches Schreiben

„Szenisches Schreiben”, Theatertexte im Lichte der Dramaturgie. Texte für das Theater vom politischen Raum über das literarische Erfassen der Welt bis hin zum Dokumentartheater sollen 2026 mit Stipendien (evtl. auch in Kooperation mit eine*m*r Regiesseur*in oder eine*r*m Dramaturg*in) weiterentwickelt werden.

Ansprechpartnerin
Dr. Gesa Schönermark
Referentin Musik, Literatur, Bildung und Wissenschaft