Kultur und Wissenschaft

Forschung ist eine zentrale Aufgabe von Museen. Sie liefert die Grundlagen für die Präsentation, Vermittlung und Bewahrung von Sammlungen und Objekten. Die Stiftung Niedersachsen schrieb von 1999 bis 2007 ein jährliches Förderungsprogramm »Kultur und Wissenschaft« zum Erhalt und zur Stärkung der Qualität der Forschung an niedersächsischen Museen und Sammlungen aus.
 
Ziel war, Exponate und Kunstwerke der Öffentlichkeit nach dem besten Stand wissenschaftlicher Erkenntnis zu vermitteln. Ein wichtiges Thema oder ein besonderer Sammlungsteil wurde von den ausgezeichneten Museen exemplarisch behandelt. Mit den geförderten Projekten wurde der aktuelle Forschungsstand erweitert. Die Kooperation mit Forschungseinrichtungen wurde dabei ausdrücklich unterstützt. Am Ende einer – zumeist zweijährigen – Förderung durch die Stiftung standen Ausstellungen und Publikationen.
 
Folgende Museen wurden ausgezeichnet:
 
2007 – Museumsdorf Cloppenburg: Bauern, Kirchen, Friedhöfe. Sachkultur und bäuerliches Selbstbewusstsein in der Wesermarsch vom 17. bis 19. Jahrhundert

2006 – Städtisches Museum Braunschweig: Die Geschichte der Gemäldesammlung des Städtischen Museums Braunschweig als Beispiel einer bürgerlichen Gemäldesammlung

2005 – Museum im Schloss Wolfenbüttel: Hermann Korb: Barockes Bauen im Fürstentum Braunschweig-Wolfenbüttel

2004 – Niedersächsisches Landesmuseum Hannover: Sammlungsstrategie und Weltverständnis: Die Tibetsammlungen im Niedersächsischen Landesmuseum Hannover

2003 – Schlossmuseum Jever: Die Herrscherportraits in der Galerie des Schlosses Jever – fürstliche Repräsentation in einer Nebenresidenz

2002 – Oberharzer Geschichts- und Museumsverein / Oberharzer Bergwerksmuseum Clausthal-Zellerfeld: Lebenswelten und Lebenswege in den Oberharzer Bergstädten im 19. Jahrhundert

2001 – Herzog Anton Ulrich-Museum Braunschweig: Zur Geschichte des Sammlungswesens und der Institution „Museum” am Beispiel des HAUM

2000 – Museum Burg Bederkesa: Gräberfelder des 4. und 5. Jahrhunderts nach Christus an der Fallward

1999 – Herzog Anton Ulrich-Museum Braunschweig: Maleremails des 16. und 17. Jahrhunderts aus Limoges