Dialog der Künste

Brahms, Mahler und Schubert

30. Juni 2021
Künstlerhaus Hannover

Thema dieses besonderen Liederabends ist die Vertonung tiefer Überzeugungen, Erkenntnisse und Emotionen. 

So komponierte BRAHMS seine biblischen ´Vier ernsten Gesänge´ auch in Erwartung des Todes der von ihm so unerfüllt geliebten Clara Schumann und vielleicht sogar in Vorahnung seines eigenen Todes im folgenden Jahr. 

Von Glaube, Liebe und Sehnsucht handeln auch die ´Rückert-Lieder´ MAHLERs, die vergleichbar von enormer Intensität des Ausdrucks und der erworbenen Meisterschaft künstlerischer Durchdringung zeugen. Sie gehören zu seinen innigsten Kompositionen, beeindrucken durch die Tiefe der Empfindung und sind, wie so oft, geprägt vom Streben nach transzendentalen Sphären.

MARTINs ´Monologe des Jedermann´, der vom Tod zur letzten Reise aufgefordert wird, erscheinen dagegen als parabelhafte Reflexion über das menschliche Dasein, Lebenswerk und über das, was bleibt. Seine expressiv-moderne, äußerst persönliche Klangsprache lässt Einflüsse von Debussy, Fauré wie auch von Schönbergs Zwölftontechnik erkennen.

Mit SCHUBERTs Klaviersonate in c-Moll aus seinem Todesjahr 1828 hören wir zudem ein bezeichnendes Werk des so unglaublich reifen, noch jungen Komponisten, dem der möglich gewesene, prophetische Weg seines unvollendeten Schaffens und das Leid seines Lebens eingeschrieben sind.