9. Februar 2022 Hannover

Stiftung Niedersachsen vergibt Nachhaltigkeitspreise an die Kunsthalle Wilhelmshaven, die Zeitschrift für junge Literatur BELLA triste, das Orchester im Treppenhaus, den Pavillon Hannover und die Theatergruppe Das letzte Kleinod.

Solaranlage auf dem Dach des Kultuzentrums Pavillon in Hannover | © Kulturzentrum Pavillon

Die Zeitschrift für junge Literatur BELLA triste, die Kunsthalle Wilhelmshaven, das Orchester im Treppenhaus, das soziokulturelle Zentrum Pavillon Hannover und die Theatergruppe Das letzte Kleinod werden für ihr nachhaltiges Engagement und die Berücksichtigung einer klimagerechten Kulturproduktion von der Stiftung Niedersachsen ausgezeichnet. Sie erhalten jeweils 3.000 €. Die Preise werden am 17. Februar 2022 ab 16.00 Uhr im Rahmen einer digitalen Feier übergeben. Interessierte sind herzlich eingeladen, sich unter info@stnds.de anzumelden. Die Preisverleihung wird moderiert von der Poetryslammerin Jessy James LaFleur.

Die Nachhaltigkeitspreise wurden unter allen Antragssteller*innen der Stiftung vergeben, die 2021 mit ihrem Förderantrag ein Nachhaltigskeitskonzept einreichten. „Wir sehen viele innovative Ideen und einen engagierten Einsatz der Kulturakteur*innen für mehr Nachhaltigkeit und Klimaschutz. Wir sehen aber auch, dass der Weg zur Klimaneutralität eine der größten Herausforderungen für den Kultursektor in den kommenden Jahren darstellen wird,” so die Generalsekretärin der Stiftung Niedersachsen, Lavinia Francke.


DIE PREISTRÄGER

Zeitschrift für junge Literatur BELLA triste (Hildesheim)
Das Redaktionsteam signalisiert in seinem Nachhaltigkeitskonzept, immer auf der Suche nach neuen Methoden und Lösungen zu sein, um die Zeitschrift klimaneutral herzustellen und vertreiben zu können. Neben ressourcenschonenden Arbeitsabläufen, der Beschaffung von Material sowie bei allen Fragen der Mobilität achten die Mitglieder des Teams auf Nachhaltigkeit. Darüber hinaus beziehen sie Merchandise-Artikel, die das Fair Wear Siegel tragen und wählen ihre Kooperationspartner unter nachhaltigen Gesichtspunkten aus. In der und durch die Zeitschrift selbst wird sichtbar, dass Kultur eine Querschnittsthematik ist, die durchaus Einfluss auf verschiedene Dimensionen der Nachhaltigkeit und die Sensibilisierung der Gesellschaft hat.

Kunsthalle Wilhelmshaven (Wilhelmshaven)
Im Vergleich zu anderen Kultureinrichtungen wird dem Thema Nachhaltigkeit in der Kunsthalle Wilhelmshaven eine größere Bedeutung in den organisatorischen Prozessen, aber auch in den künstlerischen Inhalten beigemessen. In den großen Ausstellungen zu Wald, Meer und Wasser der letzten drei Jahre wurden Kooperationen mit u. a. der Nationalparkverwaltung Wattenmeer, Fridays for Future, grün und bunt und dem Institut für Vogelforschung eingegangen. Die eingereichte Nachhaltigkeitsstrategie vermittelt eine intensive Auseinandersetzung mit dem Thema in allen Arbeitsbereichen.

Orchester im Treppenhaus (Hannover)
Das Orchester im Treppenhaus hat ein überzeugendes Nachhaltigkeitskonzept vorgelegt, das neben den ökologischen und ökonomischen Faktoren auch eine soziale Strategie beinhaltet. Darüber hinaus beschäftigt sich das Orchester auch inhaltlich mit umwelt-, sozial- und gesellschaftskritischen Themen in den eigenen Projekten (wie zum Beispiel im Projekt „VerkehrT” oder in den „Notfallkonzerten”) und sensibilisiert nicht zuletzt damit die Musik- und Kulturszene.

Soziokulturelles Zentrum Pavillon Hannover und Theaterwerkstatt (Hannover)
Der Pavillon Hannover verfolgt schon seit Jahren eine umfassende Nachhaltigkeitsstrategie. Dieses zeigt sich an vielen Stellen, wie den auf dem Dach installierten Sonnenkollektoren, der energetischen Sanierung des Gebäudes von 2013, der Vermeidung von Plastik oder der Wiederverwertung von Bühnenbildern. Die unzähligen kleinen Maßnahmen im Bereich Ökologie und Soziales ergeben im Bezug auf die Nachhaltigkeit ein großes Ganzes!

Theatergruppe Das Letzte Kleinod (Geestenseth)
Das letzte Kleinod setzt sich seit seiner Gründung 1991 thematisch u. a. mit dem Umweltschutz, den Ozeanen und dem Klima auseinander. Es entstanden mehrere dokumentarische Theaterstücke über Forschungsexpeditionen. Aktuell arbeitet das Theater zu den Themen Energiegewinnung, Braunkohletagebau und Atomenergie. Zusätzlich zu der inhaltlichen Auseinandersetzung hat das Theater ein umfangreiches Nachhaltigkeitskonzept mit Fokus auf nachhaltige Mobilität, Energiegewinnung und Upcycling vorgelegt.

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an:
Katharina Nitsch
Referentin Kommunikation