24. Juni 2020 Hannover

Nachhaltigkeit, Digitalisierung und die diverse Gesellschaft

Stiftung Niedersachsen fördert Kulturprojekte mit über 800.000 €

Senat und Verwaltungsrat der Stiftung Niedersachsen haben auf ihren gestrigen Sitzungen die Förderung von 21 Kulturprojekten aller Sparten mit insgesamt über 800.000 € beschlossen. „In dieser existentiellen Krise steht die Stiftung Niedersachsen mit einer gleichbleibend starken Förderung als verlässlicher Partner an der Seite der niedersächsischen Kulturschaffenden“, so Dr. Gunter Dunkel, Präsident der Stiftung Niedersachsen. Wichtige Themen, die in den Projekten verhandelt werden, sind Migration und die diverse Gesellschaft, Klimawandel und Nachhaltigkeit sowie Digitalisierung. Die Stiftung fördert unter anderem folgende Vorhaben:

  • die Ausstellung „OIL. Schönheit und Schrecken des Erdölzeitalters” im Kunstmuseum Wolfsburg. Ab Juni 2021 fragt die Schau aus der Distanz einer hypothetischen Zukunft, was typisch war für die Erdölmoderne und wie sich diese in Kunst und Kultur widerspiegelt.
  • die Gruppenausstellung „Erneuerbare Energien” im Kunstverein Wolfsburg. Im Rahmen des Science-Festivals Phaenomenale bringt der Kunstverein im Spätsommer 2020 digitale Technologien, Ökologie und künstlerische Praxis zusammen.
  • die Neugestaltung des Erdölmuseums Wietze, das sich neben den geowissenschaftlich-technischen Perspektiven auf die Erdölförderung zukünftig auch verstärkt mit gesellschaftlichen Fragestellungen auseinandersetzen und ein gezieltes Vermittlungsprogramm etwa für jüngere Besucher*innen und Familien umsetzen wird.
  • den 29. Göttinger Literaturherbst im Oktober 2020. Das regional verankerte Literaturfestival bringt alljährlich einem breiten Publikum internationale und deutschsprachige Literatur nahe. Gemeinsam mit der Aktion Mensch und der VHS werden beispielsweise Lesungen in einfacher Sprache und Gebärdenlyrik angeboten.
  • das vielversprechende Hannoversche Cameo Kollektiv, das mit seinem Projekt „Platz des Zusammensitzens” eine Agora für die diverse Stadtgesellschaft schaffen will, die von einem gemeinsamen Netzwerk aus Vereinen, Institutionen, Bürger*innen umgesetzt und belebt wird.
  • das Digitalprojekt CapellaDIGITALRoom für klassische Musik. Im Rahmen dieses Projekts soll eine digitale Plattform entwickelt werden, die den Ansprüchen an ein klassisches Konzert genügt und dem Publikum eine sowohl interaktive als auch ästhetisch-sinnliche Reflexionsebene bieten kann.

Seit 1987 engagiert sich die Stiftung Niedersachsen für Kunst, Kultur, Wissenschaft und Bildung im ganzen Land. Als Landeskulturstiftung stärkt sie durch die Förderung gemeinnütziger Projekte die Vielfalt der Kultur in Niedersachsen und trägt zur Profilierung des Kulturstandortes bei. Pro Jahr fördert die Stiftung rund 200 Projekte und ist zudem selbst operativ tätig.


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Katharina Nitsch
Referentin Kommunikation