23. Februar 2022 Hannover

Stiftung Niedersachsen fördert die Kultur mit rund 2,4 Millionen Euro

Gremien bewilligen 46 Projektanträge | Prof. Dr. Metin Tolan neu im Senat der Stiftung

Porträt Prof. Dr. Metin Tolan, Präsident der Georg-August-Universität Göttingen | © Universität Göttingen/Swen Pförtner

Die Stiftung Niedersachsen fördert 46 Kulturprojekte im gesamten Bundesland. Senat und Verwaltungsrat der Stiftung beschlossen auf ihren Sitzungen am 22. Februar 2022 die Förderung mit einem Gesamtvolumen von rund 2,4 Millionen EUR. Dr. Gunter Dunkel, Präsident der Stiftung Niedersachsen, sagte dazu: „Kultur ist ein Seismograph der Gesellschaft. Wir sehen starke Kulturprojekte, die mit künstlerischen Mitteln große Themen, wie Umweltschutz, Transformationsprozesse und die Auswirkungen der Pandemie aufgreifen und Kulturorte zu Orten der gemeinsamen Reflexion machen.” Der Senat wählte zudem Professor Dr. Metin Tolan, Präsident der Universität Göttingen, in das Gremium.

 

Ausgewählte Förderungen:

Mit 125.000 EUR fördert die Stiftung das mehrjährige Ausstellungs-, Kunst- und Forschungsprojekt „ZEITENWENDE. Kunst im Aufbruch in einer Welt im Umbruch” des Worpsweder Museumsverbundes e. V. Der Verbund stellt drei zentrale Protagonisten des Künstlerdorfes in den Mittelpunkt – Heinrich Vogeler (2022), Bernhard Hoetger (2024) und Paula Modersohn-Becker (2026) – und fragt nach der Rolle und Verantwortung von Kunst und Kultur in Zeiten gesellschaftlichen Umbruchs. Mit der Ausstellung „Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch” wird das Projekt am 27. März 2022 eröffnet. Weitere 17.000 EUR erhalten die Künstlerhäuser Worpswede für die Ausrichtung einer begleitenden Sommerakademie 2022.

Das Kammerorchester „musica assoluta” erhält 20.000 EUR für das transdisziplinäre Konzertprojekt „The ocean is a noisy place”. Musik- und Wissensvermittlung verbunden mit Video- und Lichtkunst eröffnen einen künstlerischen Zugang zu der faszinierenden und kraftvollen akustischen Welt des Ozeans.

Das Theaterpädagogische Zentrum Hildesheim e. V. lenkt mit dem Projekt „E-Motion in Motion” den Blick auf die Lebensrealitäten junger Menschen in der Pandemie. Die Jugendlichen setzen sich im Rahmen dreier Inszenierungen mit den Themen Wut, Mut und Angst auseinander. Das Projekt wird mit 20.000 EUR gefördert.

Mit 40.000 EUR wird das Ausstellungsprojekt „OCULAR WITNESS: Schweinebewusstsein” (AT) im Sprengel Museum Hannover gefördert. In einer kollektiven künstlerischen Recherche wird das Verhältnis Mensch-Tier und damit einhergehend das Verhältnis Ökonomie und Ökologie sowie die globalen Kontextualisierungen lokaler Fragen am Beispiel des Ortes Gladau in Sachsen-Anhalt untersucht, der stark von der industriellen Schweinezucht geprägt war.

 

Seit 1987 engagiert sich die Stiftung Niedersachsen für Kunst, Kultur, Wissenschaft und Bildung im ganzen Land. Als Landeskulturstiftung stärkt sie durch die Förderung gemeinnütziger Projekte die Vielfalt der Kultur in Niedersachsen und trägt zur Profilierung des Kulturstandortes bei. Pro Jahr fördert die Stiftung rund 200 Projekte und ist zudem selbst operativ tätig.

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an:
Katharina Nitsch
Referentin Kommunikation