18. Juni 2021 Hannover

Stadtentwicklung und Erinnerungskultur

Stiftung Niedersachsen bewilligt mehr als 900.000 € Fördermittel

Senat und Verwaltungsrat der Stiftung Niedersachsen haben auf ihren Sitzungen am 17. Juni 2021 die Förderung von 21 Kulturprojekten mit einem Fördervolumen von mehr als 900.000 € beschlossen. „Hybride Kulturveranstaltungen werden uns noch eine Zeit lang begleiten. 2022 kündigen sich aber Ausstellungen und Konzertreihen an, die uns wieder an einem Ort zusammenbringen”, freut sich Dr. Gunter Dunkel, Präsident der Stiftung Niedersachsen. Gefördert werden unter anderem das hannoversche Stadtentwicklungsprojekt Kulturdreieck und ein Bildungs- und Dokumentationsprojekt zum Aufbau einer „Kompetenzstelle für Genozidverbrechen und ihre Opfer”.

Aus den Förderentscheiden:

  • Konzept Kulturdreieck | Landeshauptstadt Hannover. Die Stiftung Niedersachsen begleitet den Stadtentwicklungsprozess Kulturdreieck Hannover. In den kommenden zwei Jahren soll der Bereich zwischen Oper, Schauspiel und Künstlerhaus Hannover zu einem Kulturquartier entwickelt werden.
  • Wenn Menschen Völkermord überleben | Stiftung niedersächsische Gedenkstätten am Standort Bergen-Belsen. Ein mehrjähriges Forschungs-, Dokumentations- und Bildungsprojekt, das mit einem interdisziplinär-ganzheitlichen Ansatz die Frage nach einem angemessenen Umgang mit der Erinnerung an den Nationalsozialismus und andere Genozide verfolgt. Dabei werden die Folgen und Auswirkungen von Völkermord auf die Überlebenden in den Mittelpunkt gestellt.
  • Islam in Europa. 1000-1250 | Dommuseum Hildesheim. Das Ausstellungsprojekt rückt im Herbst 2022 die engen Verflechtungen der islamischen und christlichen Kultur in den Mittelpunkt und lädt ein, Perspektiven zu hinterfragen und Gemeinsamkeiten zu entdecken.
  • Entziffert & Entdeckt | Roemer- und Pelizaeus-Museum Hildesheim & Museum August Kestner. Die beiden Museen verbinden 2022 zwei kulturgeschichtliche Jubiläen – die Entzifferung der Hieroglyphen vor 200 Jahren und die Entdeckung des Grabes des Tutanchamun vor 100 Jahren – in einer großen Doppelausstellung.
  • 4Realities | Ensemble L´art pour l´art. Das Ensemble setzt sich in einem Musik-Theater-Film mit dem Spannungsverhältnis aus Musik, Klang, Film und Video auseinander. Grundlage bilden vier Kompositionen sehr unterschiedlicher künstlerischer Realitäten von vier Komponist*innen. Das Projekt wird zunächst online, später live aufgeführt.

Seit 1987 engagiert sich die Stiftung Niedersachsen für Kunst, Kultur, Wissenschaft und Bildung im ganzen Land. Als Landeskulturstiftung stärkt sie durch die Förderung gemeinnütziger Projekte die Vielfalt der Kultur in Niedersachsen und trägt zur Profilierung des Kulturstandortes bei. Pro Jahr fördert die Stiftung rund 200 Projekte und ist zudem selbst operativ tätig.

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Katharina Nitsch
Referentin Kommunikation