27. November 2020 Hannover

800.000 € für die niedersächsische Kultur

Stiftung Niedersachsen fördert die Vielfalt und Experimentierlust der Kulturszene

Der Verwaltungsrat der Stiftung Niedersachsen hat in seiner Sitzung am 26. November die Förderung von 27 Kulturprojekten aus den Bereichen Musik, Theater, Kunst sowie Bildung und Wissenschaft mit insgesamt 800.000 € beschlossen. „Niedersachsen hat eine innovative, exzellente Kulturszene. Mit den Förderentscheiden können wir dazu beitragen, in diesen schwierigen Zeiten Perspektive und Planungssicherheit zu geben.“, so Dr. Gunter Dunkel, Präsident der Stiftung Niedersachsen.

 

Das Ensemble Megaphon und Ars Aperta stehen für kluge Konzepte und musikalische Innovationen. Mit INFECTUS begibt sich das Ensemble Megaphon gemeinsam mit dem Publikum auf ein Musiktheaterstück durch die Seuchengeschichte(n) der Stadt. Ars Aperta bietet mit Inmost Geographies ein experimentelles, fragmentiertes Musikerleben, das sich über einen Zeitraum von sechs Monaten erstreckt und neue Möglichkeiten von Begegnung in Zeiten der Distanzierung erforschen will. Beide Projekte erhalten je 15.000 €.

Fördernd wird die Stiftung Niedersachsen außerdem auch 2021 an der Seite herausragender Musikfestivals stehen: Das Musik 21 Festival in Hannover wird mit 30.000 € gefördert. Unter dem neuen Leiter Ole Hübner stehen gesellschaftspolitische Themen und die Entwicklung neuer künstlerischer Visionen im Mittelpunkt. Die 76. Sommerlichen Musiktage Hitzacker sind 2021 dem Komponisten Franz Schubert gewidmet. Das Festival schafft dazu bewusste Begegnungen zwischen Alter und Neuer Musik. Es wird ebenfalls mit 30.000 € gefördert.

20.000 € erhält das Figurentheaterfestival WEITBLICK in Braunschweig, das 2022 wieder stattfinden wird. Das Festival lädt sowohl erfahrene Meister*innen des Genres ein, als auch junge Nachwuchskünstler*innen und bietet vielfältige Zugänge zum Figurentheater. Im Theaterbereich wird zudem das Theater an der Glocksee in Hannover mit 25.000 € gefördert. In unterschiedlichen künstlerischen Formaten hinterfragt PLUS X – Experimente im dionysischen Vakuum die Notwendigkeit von Entladung, Lust und Entgrenzung in Zeiten der Vernunft und der Regeln.

Mit 35.000 € wird zudem ein Modellprojekt zur Digitalisierung kleiner und mittlerer Museen unterstützt. Die Federführung für das Projekt liegt beim Heimat- und Museumsverein Winsen (Luhe). Ziel ist es, einen digitalen Werkzeugkasten zu erarbeiten, um auch kleinen Häusern neue, digitale Vermittlungsformate zu ermöglichen.

Seit 1987 engagiert sich die Stiftung Niedersachsen für Kunst, Kultur, Wissenschaft und Bildung im ganzen Land. Als Landeskulturstiftung stärkt sie durch die Förderung gemeinnütziger Projekte die Vielfalt der Kultur in Niedersachsen und trägt zur Profilierung des Kulturstandortes bei. Pro Jahr fördert die Stiftung rund 200 Projekte und ist zudem selbst operativ tätig.

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an:
Katharina Nitsch
Referentin Kommunikation