ABC der Demokratie

Eine Begriffsklärung mit Carolin Emcke und Gästen.

seit 19. SEPTEMBER 2017
jeweils 19 Uhr auf der Bühne des Cumberland

Mit dem ABC der Demokratie wird die Publizistin Carolin Emcke ab Herbst 2017 eine neue Gesprächsreihe im Schauspiel Hannover präsentieren und moderieren. Die Trägerin des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels 2016 sucht dabei das Gespräch und die inhaltliche Auseinandersetzung mit renommierten Gästen aus dem In- und Ausland. Bezugspunkte sind Begriffe wie Identität, Hass, Demut oder Erbe.

Über Carolin Emcke:
Carolin Emcke, geboren 1967, studierte Philosophie in London, Frankfurt/Main und Harvard. Sie promovierte über den Begriff „kollektiver Identitäten“. Die Autorin, die viele Jahre unter anderem für den SPIEGEL oder DIE ZEIT aus Kriegs- und Krisengebieten berichtet hat, engagiert sich auch immer wieder mit künstlerischen Projekten und Interventionen. Seit über zehn Jahren organisiert und moderiert sie die monatliche Reihe Streitraum an der Schaubühne Berlin. Im Oktober 2016 erschien ihre Streitschrift "Gegen den Hass"- ein Plädoyer, dem Hass zu widersprechen, für eine offene Gesellschaft und die Lust, Pluralität auszuhalten und zu verhandeln. 

Foto: S. Fischerverlage / Fotograf: Andreas Labes

Termine

A - AMERIKA
19. SEPTEMBER 2017
CAROLIN EMCKE IM GESPRÄCH MIT DEM AUTOR UND FOTOGRAFEN TEJU COLE
 
1975 in den USA geboren, wuchs Teju Cole in Nigeria auf und kam als Jugendlicher in die USA. Er lehrt am Bard College und ist der Fotografiekritiker des New York Times Magazine. Seine fotografische Arbeit wird international ausgestellt, seine Bücher Open City und Jeder Tag gehört dem Dieb gelten als herausragende Werke der neueren amerikanischen Literatur. Er wurde unter anderem mit dem PEN/Hemingway Award, dem Internationalen Literatur­preis und dem Windham Campbell Prize ausgezeichnet. Seine Popularität verdankt er vor allem seinen Essays im New Yorker, im Atlantic und im New York Times Magazine, in denen er regelmäßig über die Wider­sprüchlichkeiten seines Daseins und der USA schreibt.
 
B - BILD
12. DEZEMBER 2017
CAROLIN EMCKE IM GESPRÄCH MIT DEM KUNSTHISTORIKER PETER GEIMER
 
1965 in Kettwig geboren, studierte Peter Geimer Kunstgeschichte, Neuere deutsche Literatur und Philosophie. Er war am Max Planck Institut für Wissenschaftsgeschichte Berlin und am Sonderforschungsbereich Literatur und Anthropolgie der Universität Konstanz tätig, später als Gastdozent an der ETH Zürich und Mitglied des Natio­nalen Forschungsschwerpunkts Bildkritik an der Universität Basel. Seit 2010/11 ist er Professor für Neuere und Neueste Kunstgeschichte an der Freien Universität Berlin. Er forscht intensiv zu Fragen von Bild und Bild­störung, epistemischen Bildern sowie Resten, Reliquien und Zeugs. Sein Werk widmet sich einer Wissens­kultur, die auf Bilder angewiesen ist, sich aber fragt, ob sie den Bildern glauben oder zutiefst misstrauen soll.
 
C - CHRONIK
13. MÄRZ 2018
CAROLIN EMCKE IM GESPRÄCH MIT DER ANGLISTIN, ÄGYPTOLOGIN, LITERATUR- UND KULTURWISSENSCHAFTLERIN ALEIDA ASSMANN
 
1947 in Bethel bei Bielefeld geboren, studierte Aleida Assmann Anglistik und Ägyptologie und promovierte in beiden Fächern. 1993 erhielt sie den Ruf auf den Lehrstuhl für Anglistik und Allgemeine Literaturwissenschaft an der Universität Konstanz. Gastprofessuren führten sie unter anderem an die Princeton University und nach Yale. Sie gilt als „Erinnerungsexpertin“. Zu ihren Forschungsschwerpunkten gehört seit den 1990er Jahren die Kultur­anthropologie mit den Themen kulturelles Gedächtnis, Erinnerung und Vergessen. Intensiv hat sie sich mit der deutschen Erinnerungsgeschichte nach dem Zweiten Weltkrieg sowie mit kulturwissenschaftlicher Gedächtnisforschung und -theorie beschäftigt.
 
 
D - DEMOKRATIE 2.0
13. JUNI 2018
CAROLIN EMCKE IM GESPRÄCH MIT DER SOZIOLOGIN EVA ILLOUZ (ANGEFRAGT)
 
1961 in Fès, Marokko geboren, studierte Eva Illouz Soziologie, Kommunikationswissenschaft und Literatur­wissenschaft in Paris, Jerusalem und Pennsylvania. Seit 2006 ist sie Professorin für Sozio­logie und Anthropologie der Hebräischen Universität in Jerusalem. Zu ihren Forschungsschwerpunkten gehören die Soziologie der Emotionen, der Konsumgesellschaft und der Medienkultur. In ihrem neuen Buch »Wa(h)re Gefühle: Authentizität im Konsumkapitalismus« unterzieht sie Gefühlen in der gegenwärtigen Politik einer strukturellen Analyse und geht der Frage nach, wie man sich wehren kann, wenn die Lüge an der Herrschaft ist.

Kontakt

Schauspiel Hannover
Prinzenstraße 9
30159 Hannover

www.schauspielhannover.de