Geförderte Einrichtungen 2017

2017 wurden für das Förderprogramm „sozioK_change“ weitere fünf Einrichtungen ausgewählt, die sich nun aktiv ihrem Veränderungsprozess stellen.

KulturKreis Gronau e.V. | Leine-Bergland

„Der KulturKreis Gronau e.V. ist mit seinen fast 25 Jahren eine nicht mehr wegzudenkende Größe in der Samtgemeinde Leine-Bergland. Herzstücke des Vereins sind das Engagement seiner ehrenamtlichen Mitglieder, das fast 100-jährige Kino die „Gronauer Lichtspiele“ und sein vielfältiges Kulturprogramm.
Doch das wachsendes Alter des Vereins und seiner Mitglieder, der demografische Wandel und die Strukturschwäche des ländlichen Raumes hinterlassen ihre Spuren. Es gilt Zuschauerströme, Wirt­schaft­lichkeit und Programmangebot zu überprüfen, die Zusammenarbeit zwischen Ehrenamt und Haupt­amt zu schärfen, Personalkosten zu finanzieren, neue Ideen für neues Publikum zu entwickeln und die digitale Welt zu nutzen.” 
  
Karu Grunwald-Delitz
  
www.kulturkreisgronau.de

Kulturzentrum Alte Polizei | Stadthagen, Landkreis Schaumburg

„Vorstand, Team und viele bürgerschaftlich Engagierte haben das Kulturzentrum Alte Polizei in Stadthagen seit 1990 zum Treffpunkt der Bürger, der Generationen, der Kulturen entwickelt.
Die Erweiterung der Kulturarbeit des Hauses durch neue Projekte, aktuelle Trends der Stadtentwicklung inklusive Haushaltskonsolidierungspläne von Rat und Verwaltung sowie der Beginn einer stärkeren kulturpolitischen Vernetzung im ländlichen Raum animieren dazu, die Organisationsentwicklung einen Schritt fortzusetzen.
Das Förderprogramm sozioK_change der Stiftung Niedersachsen ermöglicht es, fünf zentrale Handlungs­felder zu bearbeiten, mit externer Beratung und Begleitung sowie in Kooperation mit der LAGS. Mit einer Klausur haben Vorstand und Team Anfang Januar 2018 den Organisationsentwicklungsprozess konstruktiv und mit Spaß begonnen. Wir freuen uns auf mehr!”
 
Klaus Strempel
 
www.altepolizei.de

Ländliche Akademie Krummhörn e. V. Krummhörn, Hinte, Landkreis Aurich

„Mitten im Herzen Ostfrieslands und am nordwest­lichen Rand der Bundesrepublik gibt es seit 36 Jahren einen Kulturverein, der mit aktuell rund 400 Mitglie­dern aller Altersgruppen Kunst und Kultur lebt. Manche der 50 Gruppen des Vereins sind schon mehr als 25 Jahre zusammen, andere erst seit 2 Jahren. Alle Gruppen treffen sich regelmäßig um gemeinsam zu musizieren, Theater zu spielen oder künstlerisch zu gestalten, auf jeden Fall aber, um miteinander zu sprechen und in der Gemeinschaft zu sein. Jährlich erarbeitet die LAK ein großes Projekt mit regional­historischen oder gesellschaftpolitisch relevanten Themen. Dann kommen die Gruppen zusammen und darüber hinaus noch viele Menschen, die sich nur kurz an die LAK andocken. Nicht selten sind dann mehr als 150 Menschen gleichzeitig über Wochen gemeinsam aktiv und erreichen mit dem Projekt mehrere Tausend Besucher. Dennoch: der demo­grafische Wandel in der Region ist auch für die LAK eine große Heraus­for­derung. Die Gruppen überaltern und die Mitglie­der­zahlen sinken. Es gilt, das Alte zu bewahren und gleichzeitig Ideen zu entwickeln, Neues zu wagen und dies auch im Bild nach außen sichtbar zu machen. Mit dem Projekt sozioK_change haben wir die Chance, uns unseren Heraus­forderungen zu stellen und die LAK fit für die Zukunft zu machen.”


Christine Schmidt-de Vries 

www.lak.de

KulturFabrik Löseke e. V. | Hildesheim

„Die KulturFabrik Löseke – KUFA – wirkt seit 25 Jahren aus und in einem alten Fabrikgebäude in Sichtweite des Hildesheimer Hauptbahnhofs. Die KUFA ist mit 3.500 qm das größte Haus für Freie Kulturarbeit in der Stadt. Als Produktionsort für Musik, Theater, bildende Kunst, als Treffpunkt für zahlreiche Initiativen. Mit einem vielseitigen Veran­staltungs- und Workshopprogramm werden jährlich ca. 60.000 Menschen erreicht. Ein weiteres Herzstück der Arbeit ist die Projektarbeit in Stadt und Region – tief verwurzelt in der Soziokultur. Die KUFA ist Initiator und oft Motor für die regionale Netzwerk­arbeit im Kulturbereich.
So gibt es der Aufgaben viel, der eigene Anspruch bleibt hoch, das Team ist groß, zum Teil neu und bunt zusammengewürfelt … und das Geld reicht vorn und hinten nicht. Die KUFA fit zu machen für die Zukunft, das Team gut mitzunehmen, als Dienstleister profes­sioneller zu werden, den Draht zum jungen und alten Publikum nicht zu verlieren – und immer mal über den eigenen Tellerrand einen Blick zu wagen. Mit sozioK_change gehen wir die zentralen Fragen unserer Zukunft an.”
 
Stefan Könneke 
 
www.kufa.info

ALTE WEBEREI | Nordhorn, Landkreis Grafschaft Bentheim

„Das 1999 eröffnete Kulturzentrum ALTE WEBEREI in der Stadt Nordhorn nahe der niederländischen Grenze bietet in seinen Räumlichkeiten ein umfangreiches Kulturprogramm: Konzerte, Kabarett- und Theater­abende, Partys sowie öffentliche Vorträge und Emp­fänge werden durch Märkte, Messen sowie Firmen- und Familienfeiern ergänzt. Seit 2016 werden zudem die Aktivitäten in den Bereichen Kulturelle und Poli­tische Bildung stark ausgebaut.
 Seit einem Leitungs­wechsel 2015 sind umfangreiche Verän­derungen angeschoben worden: Aufwertungen und Neu­schaf­fung von Personalstellen, Maßnahmen bezüglich Personalentwicklung und Teambuilding, Entwicklung von internen Prozessen und Anschaf­fung einer zeitge­mäßen Büroausstattung, Umbau­maß­nahmen im Bereich Bühne und Bühnen­technik, Neugestaltung des Foyers.
Unser langfristiges Ziel ist die Entwicklung eines Leitbildes und der Aufbau einer Marke: Wer ist die ALTE WEBEREI, für welche Inhalte steht sie, welches sind die Produkte, wer sind die Besucher, warum kommen sie, wer kommt nicht, welche Positionen hat die Weberei auf dem Markt und was unterscheidet sie von Mitbewerbern (Kultur, Freizeit, Saalvermietung)? Welche Qualitätsstandards sind den Mitarbeitern in der eigenen Arbeit, bei Zulieferern, bei künstlerischen Darbietungen wichtig? Wie will die GmbH als Arbeit­geber wahrgenommen werden? Und mit welcher Corporate Identity wird all das nach außen kommuniziert?”
 
Frank Röpke 
 

www.alteweberei.de

Jury

Ulrike Blumenreich | Kulturpolitische Gesellschaft
Beate Kegler | Stiftung Universität Hildesheim
Dorit Klüver | LAG Soziokultur Niedersachsen
Daniela Koß | Stiftung Niedersachsen
Olaf Martin | Landschaftsverband Südniedersachsen
Julia Speckmann | Stiftung Universität Hildesheim