Geförderte Einrichtungen 2016

2015 wurde das Förderprogramm „sozioK_change“ erstmalig ausgeschrieben. Aus insgesamt 27 Bewerbungen aus ganz Niedersachsen wählte die Jury fünf soziokulturelle Einrichtungen aus, die seither Veränderungen aktiv angehen und vorantreiben.

Musa e.V. / Göttingen

musa ( = MUSikArbeitsgemeinschaft) ist ein soziokulturelles Zentrum in Göttingen, gelegen in einem „sozialen Brennpunkt“ der Stadt - der Weststadt. Sie wurde 1977 gegründet und zählt jährlich rund 80.000 Besucher. Zurzeit wird das Zentrum von 3.500 auf 5.000 Quadratmeter erweitert. Geplant sind offene Räume für die Kreativwirtschaft und bis 2025 eine große Veranstaltungshalle für Konzerte sowie eine Funsporthalle.
 
Die deutliche Vergrößerung führt neben einer zwangsläufigen Zuschusserhöhung seitens der Stadt Göttingen zu Veränderungen in der Organisations­struktur. Es wird mehr Personal und eine Professio­nalisierung der Finanzverwaltung benötigt. Die Abteilungsleitungen werden Teams bekommen, die Leitungsebene wird sich voraussichtlich verschlanken müssen. Durch das sozioK_change-Programm ist es möglich, die konfliktträchtigen Umstrukturierungen durch eine Göttinger Unternehmensberatung und einen Supervisor begleiten zu lassen." 
 
Gabi Radinger
 
www.musa.de

Kulturverein Platenlaase e.V. / Jameln/Wendland

„Das Wunschkind Platenlaase ist der Trotzphase entwachsen, steht mit seinen 30 Jahren jetzt voll im Leben und gilt als das größte soziale und kulturelle Zentrum des Landkreises. Bei vielen kulturellen und politischen Initiativen ist Platenlaase ein wichtiger und beliebter Ort für Veranstaltungen und Proben. Nicht zuletzt um einer „Midlife-Crisis“ aus dem Weg zu gehen, haben wir uns für das Programm sozioK_change der Stiftung Niedersachsen beworben. 
 
Alle sechs Wochen treffen sich Vertreter aller Gruppen, die in Platenlaase arbeiten und das Programm gestalten, mit Elke Flake von der LAGS, um gemeinsam die vorhandenen Strukturen unter die Lupe zu nehmen und zu überlegen, ob diese sinnvoll sind. Was kann und soll verbessert werden? Denn wir wollen unseren alten Freunden weiterhin ein spannendes Programm bieten. Aber auch für „Frischfleisch“ offen sein. „Junges Gemüse“ soll Platenlaase kennenlernen, hier wachsen dürfen und sich Freiräume für eigene Projekte schaffen.“
 
Valeska Richter
 
www.platenlaase.de

Spokusa e.V. / Hannover

„SPOKUSA, der Verein für Sport, Kultur und soziale Arbeit in der hannoverschen Nordstadt, ist in 28 Jahren enorm gewachsen, hat viele Arbeitsbereiche und Mitarbeiter*innen dazugewonnen, reichlich Aufgaben übernommen. Durch die Teilnahme am Programm sozioK_change möchten wir uns mit Unterstützung eines Organisations­beraterteams mit der Philosophie, dem Geist, der Struktur, den AbläŠufen, der Außen­wirkung und -wahrnehmung beschäŠftigen, ein gemeinsames Leitbild entwickeln, Verantwort­lichkeiten und Entscheidungs­strukturen klären und sinnvoll beziehungsweise zukunftsfähig gestalten sowie notwendige Veränderungen ausarbeiten und (wieder) gemeinsame Ziele finden."
 
Bettina Harborth
 
www.spokusa.de

Sumpfblume e.V. / Hameln

Die Sumpfblume ist kostbar!
 
Nach über 35 Jahren soziokultureller Arbeit mit vielen wechselnden Akteuren, gilt es den aktuellen Stand der Sumpfblume kritisch zu hinterfragen. Auf einer Strategie-Tagung im Harz hat das Team der Sumpf­blume zunächst ein Leitbild 2020 entwickelt. Jetzt heißt es, anpacken und loslegen! Nicht-Besucher-Befragungen in Zusammenarbeit mit der Universität Hildesheim, kreative Arbeitsgruppen, mehr Projekte, neue Kooperationen,… All dies sind erste Schritte des Change Management-Prozesses der Sumpfblume in Hameln, der dank des Förderprogramms sozioK_change der Stiftung Niedersachsen ermöglicht wird."
 
Linda Meier
 
www.sumpfblume.de

Kulturhaus Alter Schützenhof / Achim

„Das KASCH hat sich seit seinen Anfängen 1990 von einem anfangs heftig umstrittenen zu einem nicht-mehr-weg zu denkenden Kulturzentrum für die Bürger Achims entwickelt. Diesem Erfolg einerseits steht andererseits eine gewisse Stagnation gegenüber: Die Mitarbeiter*innen sind älter aber im Gegensatz zu den Aufgaben nicht mehr geworden und – auch auf Grund des Ausbaus des Hauses 2005 – mit der Organisation des Alltags im KASCH vollauf ausgelastet.

Das 25-jährige Jubiläum im Jahr 2015 nahm das KASCH zum Anlass, einen Erneuer­ungsprozess einzuleiten, welcher das Haus verjüngen und für die Zukunft rüsten soll. Wir wollen grundsätzlich und umfassend über Veränderung und Weiterentwicklung nachdenken. Dieser Prozess muss angeleitet, intensiv begleitet und ausgewertet werden."
 
Susanne Groll
 
www.kasch-achim.de

Jury

Ulrike Blumenreich, Kulturpolitische Gesellschaft
Detlef Franke, LAG Soziokultur Brandenburg
Kolja Jebram, K&K
Beate Kegler, KULTURKONZEPTE
Dorit Klüver, LAG Soziokultur Niedersachsen
Daniela Koß, Stiftung Niedersachsen
Elisabeth Lumme, Kunst- und Medienpädagogin
Olaf Martin, Landschaftsverband Südniedersachsen