sozioK_change

Wie kann ein Wechsel in der Leitungsebene einer Institution gestaltet werden? Welche Möglichkeit gibt es, neue Publikumsschichten zu begeistern? Wie können Abläufe optimiert und Strukturen langfristig verändert werden? Mit diesen und weiteren Fragen beschäftigen sich viele kulturelle Institutionen zurzeit. Für zahlreiche soziokulturelle Einrichtungen werden sie in den kommenden Jahren überlebenswichtig werden. Anstehende Generationswechsel, der demografische Wandel und die Digitalisierung oder veränderte Bedingungen in der ehrenamtlichen Arbeit sind Themen, die immer drängender werden.
 
Die Stiftung Niedersachsen hat mit dem Programm sozioK_change ein Förderinstrument entwickelt, welches ausgewählte soziokulturelle Einrichtungen durch einen langfristigen Veränderungsprozess begleitet. Dazu erhalten die Träger für drei Jahre 25.000 €, zusätzliche Beratungsleistungen und Fortbildungsangebote. Neben der Erarbeitung eines Handlungskonzeptes und klarer Zielsetzung wird von den soziokulturellen Einrichtungen vor allem erwartet, die Herausforderungen der Veränderung aktiv anzugehen. 

Ausgewählte Institutionen für die dritte Runde:

Cameo Kollektiv e.V. | Hannover
Zentrum des jungen Kollektivs ist ein interkultureller Co-Workingspace, der als Treffpunkt und Kreativbüro dient. Ideen, Arbeiten und Veranstaltungen werden auf der Webplattform upgration.de publiziert. Der momentane Probebetrieb soll in den kommenden drei Jahren institutionalisiert werden. 
 
Lumière Film- und Kinoinitiative e. V. | Göttingen
Das Lumière zählt zu den großen gemeinnützigen Kultureinrichtungen in Göttingen. 2018/2019 stehen ein Wechsel in der Geschäftsführung und eine räumliche Erweiterung an. Der Betrieb muss zudem finanziell und digital zukunftsfähig aufgestellt werden.
 
Kulturzentrum Seefelder Mühle e. V. | Stadland, Wesermarsch
Kulturveranstaltungen, Kurse und partizipative Projekte gehören zum breiten Angebot des Kulturzentrums Seefelder Mühle in der Wesermarsch. Das Zentrum will seine Strukturen auf den Prüfstand stellen und sich finanziell und programmatisch besser positionieren.
 
Theaterpädagogisches Zentrum für Braunschweig und die Region e.V. (TPZ) | Braunschweig
Das TPZ versteht sich als Koordinationsstelle für theater- und kulturpädagogische Aktivitäten. Seit Sommer 2017 verfügt der Verein über eine hauptamtliche Geschäftsführung und stellt sich in diesem Zuge organisatorisch und strukturell neu auf.

Jury

Ulrike Blumenreich, Kulturpolitische Gesellschaft
Beate Kegler, Stiftung Universität Hildesheim
Dorit Klüver, LAG Soziokultur Niedersachsen
Daniela Koß, Stiftung Niedersachsen
Olaf Martin, Landschaftsverband Südniedersachsen
Julia Speckmann, Stiftung Universität Hildesheim

Lernen Sie die bisher geförderten Einrichtungen kennen!

2015 schrieb die Stiftung Niedersachsen das Programm "sozioK_change" erstmalig aus. In bislang zwei Förderrunden wurden je fünf Einrichtungen im gesamten Bundesland ausgewählt. 

Lernen Sie die Einrichtungen der ersten Runde 2016 kennen!

Lernen Sie die Einrichtungen der zweiten Runde 2017 kennen!

Handbuch Soziokultur

Von 2012 bis 2014 förderte die Stiftung Niedersachsen originelle und modellhafte Projekte der Soziokultur über das Programm "sozioK - Zukunft gestalten mit Soziokultur". Ein Ergebnis des Programms ist das Handbuch Soziokultur. Hier werden erstmalig aktuelle Erkenntnisse aus Theorie und Praxis gebündelt. Auf über 400 Seiten werden sowohl Entwicklungen als auch Potenziale der Soziokultur aufgezeigt sowie Bezüge zu gesellschaftlichen Herausforderungen hergestellt. Zusätzlich gibt es Tipps zur Antragstellung, zu Social Media und zum Projektmanagement, aktuelles Zahlenmaterial sowie eine Auswertung des Förderprogramms. 

 

Bestellen Sie das Handbuch formlos per E-Mail bei info@stnds.de.

Kosten: 15 € zuzüglich 7 € Versandkosten.

 

Hier finden Sie den kostenlosen Download der einzelnen Hefte.