atelier-dreieck

PENvolution – Ein Projekt von atelier-dreieck aus Hannover
 
Die Möglichkeiten zur Digitalisierung von Daten und die Erfindung des Internets vor rund 20 Jahren veränderten die Welt unumkehrbar.  Was als „dritte industrielle Revolution“ bezeichnet wird, betrifft vor allem die Kommunikation und Kreativität. Die These von atelier-dreieck lautet: Kommunikation und Kreativität sind wesentliche Grundpfeiler von Wertschöpfung in unserer Gesellschaft. Sie werden durch die Digitalisierung signifikant beeinflusst.

PENvolution ist als internationale Kunstausstellung mit verschiedenen Foren angelegt. Um die gesellschaftlichen Veränderungen durch die Digitalisierung zu beleuchten, stehen als Mittel die bildende Kunst, Schwarmkunst, Podiumsdiskussionen, Filme und Theater, Lesungen und Poetry Slams, Twitter und Blogs zur Verfügung. Der Beteiligung von fremden Kulturen kommt bei PENvolution eine besondere Bedeutung zu. Sie führt zu einer Bereicherung, da neue, andere, bessere Fragen und Antworten künstlerisch erfahrbar gemacht werden.

In Planung sind dazu Veranstaltungen und soziokulturelle Workshops mit Kooperationspartnern, die sich aus ihrer Perspektive und mit ihren Mitteln dem Thema widmen.

Der PencilMobileRoom ist Ausgangspunkt für den Schwarmkunstworkshop während PENvolution. Ein Zimmer aus Bleistiften im Zentrum einer begehbaren Skulptur verkörpert mit seiner visuell überwältigenden Masse von einer Million Bleistiften unsere Vorstellungen vom Raum als festem Container. Über Jahrhunderte war das Schreibzimmer ein Ort menschlicher Innovationskraft. Es diente zur Strukturierung von Gedanken.  Um eine Netzwolke aus kilometerlangem Kabel zu knüpfen, bedarf es einer Vielzahl von Menschen, die sich als Schwarmkünstler kreativ in das Gesamtwerk einbringen. Jeder Besucher darf mit Kabeln und Bleistiften am PencilMobileRoom weiterbauen. Ob Wände, Netzwerkwolken, Skulpturen – vieles ist möglich.

Über vorher eigens angebrachte Monitore können Selfies in Echtzeit in der Kunstinstallation in die Netzwolke übertragen werden und sind live ein Teil der Kunstinstallation. Jeder Besucher kann sich, unabhängig von seinen bisherigen  Erfahrungen, aktiv einbringen. Er erhält zugleich Zugang zum Potenzial der anderen Schwarmkünstler und kann auch nachträglich jederzeit Bilder vom Heimcomputer einspeisen. Es entsteht eine wachsende und wandelnde Kunstinstallation, ein „Netzwerk-Bleistift-Raum“, analog und digital.

Jeder Mitakteur wird zum Schwarmkünstler und teilt die Erfahrungen und kreativen Prozesse im Schwarmkunstwerk. Diese Erfahrungen werden regelmäßig im Gespräch, im Blog oder in den sozialen Netzwerken ausgetauscht.
 

atelier-dreieck

atelier-dreieck konzipiert, plant und organisiert Kunstprojekte, die sich unter anderem soziokulturellen Themen widmen. Ziel ist, den Zeitgeist mit Mitteln der bildenden Kunst zu hinterfragen. Der Kunst kommt in den stets prozesshaften Projektverläufen die Schlüsselrolle zu. Sie hat eine besondere Kraft, weil sie Ideen in Bilder und Emotionen zu übersetzen vermag.
 
1999 rief die Künstlerin Kerstin Schulz atelier-dreieck als Arbeitsstätte ins Leben. Für das Projekt PENvolution stehen ihr als freie Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen Dr. Jan Teßmer (Coach für Technik, Administation und Projektmanagement), Dr. Susanne Lindau (Management und Redaktion), Petra Lindrum (Bloggerin und Kreativ-Assistentin), Elsa Villanueva-Möller (internationales Management), Dr. Sonja Reinhardt (Projektmanagement und Public Relations) und Dr. Michael Lindrum (IT-Entwicklung und -Beratung) zur Seite. Weitere Experten ergänzen je nach Bedarf das Projekt.