Land & Kunst

Leben leben ... mit und ohne ... Krankheit, Arbeit, Geld und Handicap ...

Das Leben der Menschen auf dem Land, ihre Geschichten, Hoffnungen und Vorstellungen sind die Themen des Projekts. Entstehen werden Szenen und Theaterstücke, die an verschiedenen Orten und zu unterschiedlichen Gelegenheiten in der Samtgemeinde gezeigt werden. Sie sollen erzählen vom Grundgedanken, daß hinter Sorgen und Handicaps dennoch immer ein lebenswertes Leben steht. Angesprochen werden Alte und Junge, Menschen mit und ohne Handicap sowie Menschen mit unterschiedlichem kulturellen Hintergrund, insbesondere sind das auch Arbeitslose, Tafelkunden, Erkrankte, Kinder, Alleinstehende und allein erziehende Frauen. Für die konkrete Arbeit im Dorf bedeutet das: Menschen einzuladen, am Projekt mitzuwirken und ihre eigenen Geschichten zu erzählen und Zukunftsgedanken zu entwerfen.

In der ersten Projektphase werden insbesondere diejenigen angesprochen, die bisher Kultur- und Bildungsangebote zurückhaltend genutzt haben. Sie begegnen anderen bereits bestehenden Gruppen und Zusammenhängen – alte und neue Ideen werden zusammengeführt.

In regelmäßigen Treffen und besonderen Seminaren werden Themen, Geschichten und Fragestellungen gesammelt, in Improvisationen erprobt, verdichtet, aufgeschrieben und szenisch umgesetzt – in unterschiedlichen ästhetischen Formen. Partner sind neben Kultureinrichtungen und Vereinen der Region ansässige Chöre, Schulen, das „Tafeltheater Bruchhausen-Vilsen“, die „Spinnenden Dorfweiber“ (Frauenprojekt 50+) wie auch die Gleichstellungsbeauftragte der Samtgemeinde. Spielerisch vermittelte kulturelle und soziale Kompetenzen werden ergänzt durch den medialen Bereich, vertreten durch das Kreismedienzenrum Syke und das Jugendradio Broksen. 

Innerhalb einer Eröffnungsveranstaltung wird das Projekt vorgestellt. Weitere öffentliche Präsentationen von Arbeitsschritten und Ergebnissen setzen einen Dialog mit den Besuchern in Gang und so werden wieder neue Geschichten entstehen. Das Projekt wird einfließen in das Alltagsleben des Dorfes. Für den ländlichen Raum bedeutet das auch, mittels Kulturarbeit einem angesichts der bekannten aktuellen Probleme gefährdeten Lebensraum neue Impulse für Zukunftsfähigkeit zu geben. Dies soll in einer Abschlußveranstaltung nachhaltig deutlich werden.

Land & Kunst e.V. – ... mal wieder näher am Leben

Der Kulturverein des Hofes Arbste 7 ist ein gemeinnütziger Verein (Gründung: 2001), hat seinen Sitz in Arbste/Asendorf und besitzt über ein Jahrzehnt Erfahrung mit eigenen kulturellen Veranstaltungen jeglicher Art wie auch als Träger regionaler Projekte. Getragen wird der Verein vor allem durch ehrenamtliches Engagement ohne hauptamtliche Mitarbeiter. In den Jahren seiner Arbeit in der Region ist der Grundstein gelegt worden für ein kulturelles Netz in Zusammenarbeit und mit Unterstützung des Landschafsverbands Weser-Hunte e.V. Zu herausragenden Projekten gehören das „Tafeltheater-Futter für die Seele“, „Rosen, Frauen, Lieder und Geschichten – 100 Jahre Heiligenberg“ und das Schulprojekt „Dialog der Religionen: Was glaubst Du denn?“. Dieses Netzwerk ist die Basis für dieses neue Projekt, Ziel ist, es zu „nutzen“, zu stabilisieren und auszubauen.