Ausschreibung

Zukunft gestalten mit Soziokultur

Die Stiftung Niedersachsen schrieb 2012 erstmalig ein eigenes Programm für Soziokultur aus. Insgesamt 140.000 € wurden von einer Jury an fünf Einzelprojekte vergeben. Die nominierten Projekte erhalten Fördermittel von bis zu 20.000 € sowie zusätzliche Förderoptionen wie Fortbildungen, Kofinanzierung eines FSJ Kultur und ein dreimonatiges Praktikantengehalt. Während der Projektdauer sollen informelle Treffen die Vernetzung und den Austausch untereinander fördern. Nach Ablauf des Projektzeitraums werden die Ergebnisse bei einer Fachtagung präsentiert und ausgewertet.

 

Was wird gefördert?

  • Gefördert werden Projekte, die Modellcharakter haben, ein aktuelles gesellschaftlich relevantes Thema behandeln, Vernetzung fördern und/oder neue Praxisformen in der Soziokultur erproben. 
  • Erwartet werden originelle Projekte, die kulturelle Teilhabe vieler Menschen ermöglichen, neue Zugänge zu Kunst und Kultur eröffnen sowie ein kulturelles Selbstbewusstsein schaffen. 
  • Die Ausschreibung ist an kein Thema und an keine Sparte gebunden. Gefördert werden zeitlich befristete Projekte, die eine Dauer von bis zu zwei Jahren aufweisen. 
  • Insbesondere werden Projekte gefördert, die über den Projektzeitraum hinaus eine längerfristige Verankerung vor Ort versprechen, die eine hohe Innovationskraft haben oder Synergieeffekte durch Kooperationen erzielen.

 
Wer wird gefördert?

  • Die Ausschreibung richtet sich an Soziokulturelle Zentren und Träger soziokultureller Projekte in Niedersachsen.
  • Der Projektträger muss gemeinnützig sein und seinen Sitz in Niedersachsen haben.
  • Das Vorhaben muss in Niedersachsen durchgeführt und erstmalig realisiert werden.

 

Was beinhaltet die Förderung?

Es kann eine Förderung bis zu 20.000,- € je Projekt beantragt werden. Die Mittel können folgendes beinhalten: 

  • Personalkosten für eine Volontariatsstelle 
  • und/oder die benötigten Sachmittel 
  • und/oder Projektkosten wie im normalen Projektantragsverfahren

 

Zusätzlich können pro Projekt alle folgenden Möglichkeiten in Anspruch genommen werden:

  • Kofinanzierung eines Freiwilligen Sozialen Jahres Kultur mit 400,- € pro Monat. (Die Vermittlung ist trotz abgelaufener Bewerbungsfristen über den LKJ Niedersachsen e.V. mit Start zum 1.9.2012 möglich). 
  • Finanzierung eines Praktikantengehalts für drei Monate a 320,- € pro Monat. (Es stehen Ansprechpartner in den Universitäten in Lüneburg und Hildesheim zur Verfügung.)
  • Die hauptverantwortliche Person in der Trägerorganisation und bis zu zwei ehrenamtliche Helfer erhalten eine Fortbildungsmaßnahme ihrer Wahl an der Bundesakademie für Kulturelle Bildung in Wolfenbüttel.

 
Nach Ablauf der Projekte wird von der Stiftung Niedersachsen eine Tagung veranstaltet. Die Träger verpflichten sich, ihre Projekte auszuwerten und die Ergebnisse bei der Tagung der Öffentlichkeit zu präsentieren.

Welche Unterlagen müssen wann wo eingereicht werden?

  • Konzept des Projektes auf bis zu fünf DIN A4-Seiten
  • Vorstellung des Projektträgers Kosten- und Finanzierungsplan
  • Zeitplan

 

Einsendeschluss: 30. April 2012

Die Jury wird die fünf Projekte im Mai auswählen: 

  • Doreen Götzky, Universität Hildesheim
  • Dorit Klüver, Landesarbeitsgemeinschaft Soziokultur
  • Dr. Anja Thiem, Leuphana Universität Lüneburg
  • Dr. H.-Jörg Siewert, vormals Ministerium für Wissenschaft und Kultur
  • Daniela Koß, Stiftung Niedersachsen
  • Michelle Mallwitz, Leuphana Universität Lüneburg
  • Michael Kranixfel, Universität Hildesheim

 
Bekanntgabe der Juryentscheidungen: voraussichtlich Mitte Juni 2012
Nominierung: voraussichtlich Ende Juni 2012
 
Bitte senden Sie Ihre Bewerbungsunterlagen in einfacher Ausfertigung per Post an:
Stiftung Niedersachsen, Daniela Koß, Sophienstraße 2, 30159 Hannover
(05 11) 99 054 16, koss@stnds.de
 
Die Stiftung Niedersachen möchte mit diesem Programm die Soziokultur in Niedersachsen stärken und den kommenden Generationenwechsel begleiten. Im Vorfeld der Ausschreibung fand ein Workshop zu Bedürfnissen und Herausforderungen der Soziokultur mit dreißig Experten aus Niedersachsen statt. Die Anregungen sind in die Konzeption des Programms mit eingeflossen. Besonders der Frage nach qualifiziertem Nachwuchs und der Übernahme von Personalkosten wird durch die Förderung von Volontären, FSJ`lern und Praktikanten Rechnung getragen. Qualifizierten Nachwuchs gibt es u.a. in den Kulturwissenschaftlichen Studiengängen der Universitäten Lüneburg und Hildesheim. An beiden Universitäten stehen Kontaktpersonen zur direkten Vermittlung von Praktikanten und Absolventen bereit.