Konrad Liebmann-Stiftung
Die Dürer-Sammlung von Dr. Konrad Liebmann bildete 1996 den Grundstock für die erste treuhänderische Unterstiftung der Stiftung Niedersachsen. Die Sammlung umfasst Dürers Kupferstich-Hauptwerke, die großen Folgen »Apokalypse«, »Große Passion«, »Marienleben«, »Kleine Holzschnitt-Passion« und die »Kupferstich-Passion« sowie die gedruckten Bücher und einige Holzschnitte. Ein Teil der Arbeiten wurde von der Stiftung angekauft, ein Teil wurde vom Sammler gestiftet.
Die Sammlung wurde dem Kulturgeschichtlichen Museum der Stadt Osnabrück als Dauerleihgabe übergeben. Sie ist Grundlage für das graphische Kabinett des Museums und ist dort den Besuchern zugänglich. Der Bestand ist in einem Katalog veröffentlicht.
Die Arbeiten Dürers in der Konrad Liebmann-Stiftung bieten immer wieder Anlass für hochkarätige nationale und internationale Ausstellungen, wie z.B. im Czartoryski Museum in Krakau/Polen (2000), im Brukenthal Nationalmuseum in Sibiu/Rumänien (2002) oder mit Honolulu, New Orleans und Austin 2007 an verschiedenen Stationen der USA.
Ein Höhepunkt war 2003 die Ausstellung »Albrecht Dürer. Das große Glück« anläßlich Dürers 475. Todestag am 6. April; die von Thomas Schauerte kuratierte Ausstellung fand breite Beachtung und ist im gleichnamigen Katalog dokumentiert.
Die Präsentation der Sammlung wurde 2010 mit der Ausstellung »Netzwerk Dürer« im neuen Graphischen Kabinett im Albrecht-Dürer-Haus in Nürnberg fortgesetzt. 2011 folgte mit »MariaMaria« eine Ausstellung im Museum Montanelli in Prag, die in Kooperation mit dem Kulturgeschichtlichen Museum Osnabrück konzipiert wurde, wo sie ebenfalls zu sehen ist. Mit diesen Präsentationen verleiht die Stiftung auch ihrem Selbstverständnis als europäische Regionalstiftung Ausdruck.