Konrad Liebmann-Stiftung

Die Dürer-Sammlung des Osnabrücker Antiquars und Sammlers Dr. Konrad Liebmann bildete 1996 die Grundlage für die erste treuhänderische Unterstiftung der Stiftung Niedersachsen. Die Sammlung umfasst Dürers Kupferstich-Hauptwerke, die großen Folgen „Apokalypse“, „Große Passion“, „Marienleben“, „Kleine Holzschnitt-Passion“ und die „Kupferstich-Passion“ sowie die gedruckten Bücher und einige Holzschnitte.
 
Mit dem Ziel, die dauerhafte Wirkung der Werke in Osnabrück sicherzustellen, wurde die Sammlung dem Kulturgeschichtlichen Museum der Stadt Osnabrück als Dauerleihgabe übergeben. Sie ist dort Teil des graphischen Kabinetts und interessierten Besuchern jederzeit zugänglich. Die Dürer-Sammlung Liebmann wurde von Dr. Christian von Heusinger katalogisiert und liegt als Publikation vor. Alle Werke können zudem in einer Online-Datenbank des Kulturgeschichtlichen Museums recherchiert werden.
 
Die herausragende Sammlung der Konrad Liebmann-Stiftung bietet immer wieder Anlässe für hochkarätige nationale und internationale Ausstellungen, wie zum Beispiel im Czartoryski Museum in Krakau/Polen (2000), im Brukenthal Nationalmuseum in Sibiu/Rumänien (2002) oder in verschiedenen Museen in den USA.
 
Ein Höhepunkt war 2003 die Osnabrücker Ausstellung „Albrecht Dürer. Das große Glück. Kunst im Zeichen des geistigen Aufbruchs“ anlässlich Dürers 475. Todestages. Die von Thomas Schauerte kuratierte Ausstellung fand breite Beachtung und ist im gleichnamigen Katalog dokumentiert.
 
Die Präsentation der Sammlung wurde 2010 mit der Ausstellung „Netzwerk Dürer“ im neuen Graphischen Kabinett im Albrecht-Dürer-Haus in Nürnberg fortgesetzt. 2011 folgte mit „MariaMaria“ eine Ausstellung im Museum Montanelli in Prag, die in Kooperation mit dem Kulturgeschichtlichen Museum Osnabrück konzipiert wurde.
 
Eine weitere Ausstellung mit Leihgaben aus der Sammlung fand 2015 in der Stadtturmgalerie Gmünd in Österreich statt.
 
 

Kulturgeschichtliches Museum Osnabrück

www.osnabrueck.de/kgm/sammlungen/duerer-sammlung.html