Streichinstrumente

Der Zugang zu hochwertigen Instrumenten ist für viele Nachwuchsmusiker nicht leicht und die Anschaffung oft nicht bezahlbar. An der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover (HMTMH) haben Studierende der Instrumente Violine, Violoncello und Bratsche die Chance, ein hochwertiges Instrument aus dem Eigentum beziehungsweise der Treuhänderschaft der Stiftung Niedersachsen zu erhalten.
 
Im Eigentum der Stiftung Niedersachsen befinden sich vier wertvolle Streichinstrumente: Ein Violoncello aus der Werkstatt Lorenco Ventapane und eine Casini-Bratsche werden an herausragende Studierende der HMTMH vergeben. Das Violoncello wird zurzeit von Megaklis Charalampidis (Studium des Violoncellos in der Soloklasse der HMTMH) gespielt. 
 
Eine Montagnana-Violine von 1730 wird gespielt von Professor Krzysztof Wegrzyn. Das vierte Instrument, eine altitalienische Geige mit der Herkunftsangabe „Hieronymus Amati fecit Cremonaensis. Anno 17“, steht dem Niedersächsischen Staatstheater Hannover zur Verfügung und wird im dortigen Orchester genutzt. 
 
Als Treuhänderin vergibt die Stiftung darüber hinaus vier weitere Instrumente an herausragende Studierende der HMTMH. Die Stiftung unterstützt auf diese Weise privates, gemeinwohlorientiertes Engagement im Bereich der musikalischen Nachwuchsförderung.
 
Über das Bernhard Hausmann-Stipendium der Stiftung Niedersachsen werden zwei Violinen und eine Bratsche an ausgewählte Nachwuchskünstler vergeben. Zurzeit werden die Violine „Joseph-Galiano“ von Qingzhu Weng und die Violine „Nicolaus Amatur“ von Dainis Medjaniks gespielt. Die Bratsche „Otto Schünemann 1890“ ist an Susy Riminucci verliehen.
 
Eine Violine mit dem Zettel „Joseph Guarnerius fecit Cremonae anno 1747“ übergab Thomas Schäffer in die treuhänderische Obhut der Stiftung. Das Instrument wird seit Anfang 2015 von Maja Syrnicka gespielt. Die Auswahl der Stipendiaten erfolgt zusammen mit den Stiftern und dem künstlerischen Leiter des Internationalen Joseph Joachim Violinwettbewerbs Hannover, Professor Krzysztof Wegrzyn.