Historisch wertvolle Baudenkmäler -- ob Herrenhaus oder Fabrik -- sollen mit neuem Leben erfüllt und somit erhalten werden. Dies geschah zum Beispiel mit dem Ausbau der Großen Kirche Emden zum Studienzentrum, mit dem Umbau des Jugendstilbades »Goseriede« zur Kunsthalle der Kestner-Gesellschaft Hannover, einer Krankenstation zum Jüdischen Kulturzentrum in Oldenburg und der Renovierung und Nutzbarmachung der Agathenburg als Kulturstiftung des Landkreises Stade. Für die Kunsthalle Emden/Stiftung Henri und Eske Nannen hat die Stiftung ein Grundstück für den Erweiterungsbau sicher gestellt. Das Ostfriesische Landesmuseum im Alten Emdener Rathaus wird derzeit zu einem europäischen Regionalmuseum umgebaut.
Einen besonderen Weg zum Schutz und zur nachhaltigen Pflege privater und öffentlicher denkmalgeschützter Gebäude haben die Stiftung Niedersachsen und die »Stiftung Kulturschatz Bauernhof« mit der Einrichtung der »Monumentenwacht« im Nordwesten Niedersachsens gewiesen.
Infrastrukturmaßnahmen gelten wesentlich den großen Institutionen, die das kulturelle Erbe bewahren insbesondere den Museen. Mit Ausnahme von Restaurierungsmaßnahmen, die in aller Regel nicht gefördert werden können, gibt die Stiftung zusätzliche und nachhaltige Impulse zu den Kernaufgaben der Museen:
- Erwerben: zahlreiche Erwerbungen, u. a. für das Roemer- und Pelizaeus-Museum Hildesheim, das Kestner Museum und das Wilhelm-Busch-Museum in Hannover; das Braunschweigische Landesmuseum und die Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel; und das Landesmuseum für Natur und Mensch in Oldenburg.
- Erforschen: unter anderem die Erschließung des Höckelheimer Münzfundes (Braunschweigisches Landesmuseum/Stadt Northeim); »Adelige Lebenswelten in Nordwestdeutschland«, Museumsdorf Cloppenburg; ferner »Kultur und Wissenschaft Förderungsprogramm zur Forschung an niedersächsischen Museen und Sammlungen«.
- Vermitteln: Förderung großer Ausstellungen mit Bezug auf die niedersächsische (Kultur)Geschichte, zum Beispiel in Braunschweig »Heinrich der Löwe und seine Zeit« 1995 oder »Das neuzeitliche Naturverständnis im Spiel der Kunst- und Wunderkammern« 2000; »Stadt und Residenz« 1995 in Oldenburg, die Dauerausstellung »Geologie des Rammelsbergs« 2000 in Goslar und im Dom-Museum Hildesheim »Bernward von Hildesheim. Kunst und Kirche im ottonischen Reich« 1993 sowie »Abglanz des Himmels - Romanik in Hildesheim« 2001 .