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Kultur und
demographischer Wandel

Zu Beginn des 21. Jahrhunderts steht Deutschland im Zeichen des demographischen Wandels. Dies bedeutet die mittelfristige Überalterung der Gesellschaft ebenso wie die langfristige Schrumpfung der Gesamtbevölkerung. Zuzug und Integration ausländischer Migranten spielen eine Rolle, aber auch die innerdeutsche Migration, u. a. die Abwanderung junger Menschen aus wirtschaftsschwachen Regionen.

Diese Veränderungen haben Folgen für alle Lebensbereiche. Die öffentliche Diskussion konzentriert sich bisher auf die Konsequenzen für die sozialen Sicherungssysteme, den Arbeits- und den Kapitalmarkt oder den Wohnraumbestand. Wenig im Blickpunkt steht, wie etwa „demographische Alterung“, der Bevölkerungsrückgang oder Migration auf die Kultur und umgekehrt wirken. Es gibt noch keine Antworten, was die demographische Zukunft für Kulturinstitutionen, die kulturelle Infrastruktur, die Kulturfinanzierung bringt.

Welche Rolle nimmt der kulturelle Sektor selbst ein, welche Rolle spielen kulturelle Werte im Prozess der demographischen Veränderung? Welche Handlungsnotwendigkeiten, aber auch: welche neuen Chancen ergeben sich? Hilft die Kultur im Dialog zwischen den Generationen? Können Lösungsmodelle anderer Nationen in Deutschland umgesetzt werden?

Die Kultur im Angesicht demographischer Veränderungen stand im Mittelpunkt einer zweitägigen Veranstaltung der Stiftung Niedersachsen. Sie fand in der Hochschule für Musik und Theater Hannover statt. Die Tagung brachte die Sichtweisen verschiedener Akteure aus Kultur, Wissenschaft und Politik zusammen. Sie präsentierte Erkenntnisse zu diesem Thema im internationalen Vergleich. Es ist gelungen, das Thema stärker in das öffentliche Bewusstsein zu rücken.

Jetzt ist der Tagungsband unter dem Titel »älter – bunter – weniger« · Die demografische Herausforderung an die Kultur (Mai 2006, 232 S., kart., 24,80 € ISBN: 3-89942-505-7).

Das Programm der Tagung finden Sie hier.

Mit freundlicher Unterstützung der Hochschule für Musik und Theater Hannover.