Wohl vorbereitet und gut gerüstet sieht sich die Stiftung Niedersachsen angesichts der am 12. Dezember vom Landtag beschlossenen Konzentration der Kulturförderung bei der Stiftung Niedersachsen. Kultur ist nicht teilbar, sagte der Generalsekretär der Stiftung, Joachim Werren, sie ist in ihrer gesamten Breite Gegenstand einer qualitativ anspruchsvollen Förderung durch unsere Stiftung; allen Kulturträgern stehen wir wie bisher mit kompetentem Rat und der Absicht, möglichst viele Projekte zu verwirklichen, als Partner zur Verfügung.
Der Senat der Stiftung Niedersachsen hatte in seiner Strategiesitzung am 5. Dezember 2008 in der hannoverschen Eisfabrik seine grundsätzliche Bereitschaft zur Kontinuität mit der bisherigen Kulturförderung der Lottostiftung bekundet. Insbesondere auch die freien Theater werden künftig zum Förderspektrum der Stiftung zählen. Sie wird in Ergänzung der Kulturpolitik des Landes weiterhin mit anderen Stiftungen oder den Landschaftsverbänden als Träger der regionalen Kulturförderung zusammenarbeiten. Dabei liegt ein besonderer Akzent auf der Qualität.
Die 1986 gegründete Stiftung Niedersachsen ist mit einem Kapitalstock von ca. 50 Mio. Euro ausgestattet, dessen Erträge für die satzungsgemäßen Aufgaben der Förderung von Kunst, Kultur und Wissenschaft eingesetzt werden. Hinzu kommen Zuwendungen des Landes aus dem Aufkommen der Glückspielabgabe (2009: 4 Mio. €). Die Stiftung, die mit eigenen Programmen wie dem Internationalen Violin-Wettbewerb Hannover, dem Fotopreis SPECTRUM oder dem Jugendbildungsprojekt Communauten hervortritt, förderte seit ihrer Gründung über 1000 Projekte in allen Kultursparten mit über 60 Mio. € . Sie betätigt sich auch beim Ankauf von Sammlungen und Kunstgegenständen sowie der treuhänderischen Verwaltung von Unterstiftungen. Gemeinsam mit der Niedersächsischen Sparkassenstiftung und dem Ministerium für Wissenschaft und Kultur führt sie das Projekt Musikland Niedersachsen durch, das Breite und Qualität der vielfältig aktiven Musikszene in Niedersachsen profilieren soll.