PRODUKTION. Made in Germany

3. JUNI bis 3. SEPTEMBER 2017

Nach „Made in Germany“ (2007) und „Made in Germany zwei“ (2012) kooperierten im Jahr 2017 erneut die drei großen Hannoveraner Ausstellungshäuser moderner und zeitgenössischer Kunst, um eine weitere Gemeinschaftsausstellung zu realisieren. Zeitgleich zur global ausgerichteten Documenta in Kassel zeigten das Sprengel Museum, der Kunstverein Hannover und die Kestnergesellschaft eine Bestandsaufnahme der jungen Künstlergeneration in Deutschland.

Im Fokus der dritten Ausstellung „Produktion. Made in Germany” lagen die Produktions­bedingungen von Kunst in Deutschland. Die Gruppenausstellung ging der Frage nach, wie geografische, politische und institutionelle Strukturen sowie neue Technologien im Zuge der digitalen Wende entscheidende Voraussetzungen für die Herstellung von Kunst schaffen. In einer Kunst­landschaft mit einer nach wie vor international einzigartigen Dichte an Institutionen (Kunsthochschulen, Kunst­vereine und Museen) ist die deutsche Szene ein wichtiger internationaler Produktions- und Diskursort der zeitgenössischen Kunst.

Im Zentrum der Ausstellung standen künstlerische Positionen, die Produktions­prozesse thematisierten und sich mit Orten der Herstellung als auch mit Orten der Präsentation auseinandersetzten. Neben prozessualen Arbeitsweisen wurden exemplarisch Produktionsformen untersucht, die den Netzwerkgedanken in den Mittelpunkt rückten.
 
Das Schauspiel Hannover, das Festival Theaterformen und die KunstFestSpiele Herrenhausen wirkten erstmalig als beteiligte Institutionen mit, um die Frage nach Produktion und Standort mit weiteren Projekten zu ergänzen. Die sich wandelnden Produktionsbedingungen von Darstellung und Performance wurden somit nicht nur in Räumen der Bildenden Kunst hinterfragt.
 
 
FOTO: Richard Frater: »Stop Shell«, 2016.
Lebende Auster, modifizierte Austerschale, Brita Wasser Filter, Ecoalf
Jacke, Recyling-Plastikflaschen und Plastikmüll aus dem
Meer, Aquarium, Salzwasser. Dimension variabel
Courtesy der Künstler