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Königliche Gartenbibliothek Herrenhausen

„Die Kronjuwelen der Herrenhäuser Gärten sind wieder im Land! Durch den Erwerb der Königlichen Gartenbibliothek Herrenhausen ist ein für die Ge­schichte der Herrenhäuser Gärten und die Gartenkultur in Deutschland ein­maliger Handschriften- und Buchbestand nach langer Zeit wieder zu­gänglich. Der gartenhistorischen Forschung werden damit faszinierende neue Möglich­keiten eröffnet, der Öffentlichkeit werden wunderbare Schätze der Gartenkultur zugänglich gemacht.“


Prof. Dr. Joachim Wolschke-Bulmahn
Leibniz Universität Hannover

Hintergrund

Die Königlichen Gärten in Hannover-Herrenhausen zählen zu den bedeutendsten Gartenanlagen Europas. In der Königlichen Gartenbibliothek versammelten die Gärtnerfamilien Tatter und Wendland zwischen 1850 und 1913 ihr botanisches Wissen in Form von Handschriften, Herbarien, Zeichnungen und Drucken.

Die Bibliothek umfasst zweitausend, teils reich illustrierte Bände zur Botanik, zur Gartenkunst und zum Garten- und Obstbau. Besonders prachtvoll sind 394 aquarellierte Zeichnungen, die Johann Christoph Wendland in den Jahren 1788 bis 1791 von den ausländischen Gewächshauspflanzen des Berggartens angefertigt hat.

Durch ihren Umfang und ihre Vollständigkeit stellt die Gartenbibliothek eine einmalige Übersicht der zeitgeschichtlichen Fachliteratur in ihrem ursprünglichen Arbeitszusammenhang dar. 2005 wurde dieses Zeugnis einer wichtigen Epoche der Gartenanlage Herrenhausen in das Verzeichnis national wertvollen und schützenswerten Kulturgutes, die „Blaue Liste“, aufgenommen. 

Prachtband

Ende 2016 erschien in Herausgeberschaft der Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek und gefördert von der Stiftung Niedersachsen der Prachtband „Königliche Gartenbibliothek Herrenhausen. Eine kostbare Sammlung, ihre Geschichte und ihre Objekte“.

Der reich bebilderte Band präsentiert die wichtigsten und schönsten Stücke dieser bedeutungsvollen Sammlung und dokumentiert ihre Entstehung anhand der Biographien der beiden Gärtnerfamilien. 

Eckdaten Förderung

Förderzeitraum: 2006 und 2012
Projektpartner: Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek, Hannover

Weitere Informationen finden Sie unter www.gwlb.de