1967

Kunstverein & Stiftung SPRINGHORNHOF

„Das Nebeneinander von Werken, deren früheste aus den 1960er Jahren stammen bis zu aktuellen künstlerischen Positionen etwa von Tue Greenfort, Elmgreen & Dragset oder Mark Dion, das ist etwas einzigartiges. Was alle verbindet ist ihr unmittelbarer Bezug zur Landschaft.” 

 

Bettina von Dziembowski | Leitung SPRINGHORNHOF

Hintergrund

Am Rande der Lüneburger Heide im kleinen Dorf Neuenkirchen liegt einer der renommiertesten Orte für internationale Landschaftskunst. Der Springhornhof ist Ausgangspunkt einer rund 35 km langen Route durch Wald, Wiesen und Felder, auf der immer neue, spektakuläre und eindrückliche Skulpturen neue Blicke auf die Kulturlandschaft eröffnen.
 
Dem Projekt „Kunst-Landschaft“ verdankt der Springhornhof sein überregionales und auch internationales Renommée. Bereits seit 1967 entsteht hier ein „Museum ohne Mauern“. Unter der Leitung von Bettina von Dziembowski hat sich der Kunstverein Springhornhof seit 2000 zu einem Vorreiter und Impulsgeber der internationalen Landschaftskunst entwickelt. So wird auf Initiative des Vereins seit 2013 ein europäisches Netzwerk für Landschaftskunst aufgebaut – gefördert unter anderem von der EU. Mitten im Ort zeigt der Kunstverein dazu wechselnde Ausstellungen und künstlerische Projekte zeitgenössischer Kunst. 
 
Der Springhornhof entstand aus dem Engagement der Bochumer Galeristen Ruth und Wilm Falazik. Sie bezogen das alte Bauernhaus aus dem 17. Jahrhundert in den sechziger Jahren, um neue Wege der Kunstvermittlung abseits der Zentren zu erproben. Neben wechselnden Ausstellungen zeitgenössischer Künstler organisierten sie große thematische Gruppenausstellungen und Künstlersymposien, die den Außenraum mit einbezogen.
 
Nach dem frühen Tod von Wilm Falazik 1972 setzte seine Frau Ruth die Arbeit mit großem persönlichen Einsatz fort. Unter ihrer Ägide nahm das Projekt Kunst-Landschaft Konturen an. 1974 bis 1978 wurden jährliche Symposien veranstaltet, zu denen Künstler aus ganz Europa kamen, um in und mit der Landschaft zu arbeiten. Seit Anfang der 80er Jahre kamen zu den bereits bestehenden Außenarbeiten in lockerer Folge neue Einzelwerke hinzu.
 
Um die engagierten Non-Profit-Aktivitäten der Galerie zu unterstützen wurde 1980 der Kunstverein Springhornhof e.V. gegründet, den Ruth Falazik bis zu ihrem Tod im Jahre 1997 leitete. Durch die nach ihrem Tod gegründete Stiftung Springhornhof wird ihr Lebenswerk seither fortgesetzt.

Eckdaten Förderung

Förderzeitraum: seit 1997 regelmäßige Ausstellungsförderung
Förderpartner: Kunstverein & Stiftung Springhornhof e. V.
 
Weitere Informationen unter www.springhornhof.de