1837

"Dem Landesvater seine Göttinger Sieben"

„Für mich ist es ein 'Denk mal nach!'-Kunstwerk, das erstens zeigt: Sockel können auch obrigkeitsfreie Zonen sein. Zweitens: Es gibt keinen Anlass mehr, staatliche Führungskräfte öffentlich zu ehren. Und drittens: Wenn schon Ehre, dann für jene, die für die Verfassung kämpfen und nicht für jene, die die Verfassung brechen. Und viertens, und fünftens... Also: Denk mal nach!”

Aus dem Grußwort des Göttinger Oberbürgermeisters Rolf-Georg Köhler
anlässlich der Übergabe des Denkmals "Dem Landesvater seine Göttinger Sieben"
von Christiane Möbus am 19.11.2015

Hintergrund

Sieben Göttinger Professoren protestierten 1837 gegen die Aufhebung der Verfassung im Königreich Hannover durch König Ernst August. Sie wurden entlassen und drei von ihnen – darunter Jacob und Wilhelm Grimm – des Landes verwiesen.

Die Göttinger Sieben stehen für Zivilcourage und für die Entwicklung des Liberalismus in Deutschland. Die Skulptur von Christiane Möbus nimmt Bezug auf das Reiterstandbild des Königs vor dem Bahnhof in Hannover. Der Sockel ohne Herrscher ist ein Denkmal für die Souveränität der Bürgerinnen und Bürger, für Freiheit und für Demokratie.

Das Denkmal geht auf die Initiative von privaten Stiftern aus dem Göttinger Umland zurück, die auch die Finanzierung sicherstellten und ist eine Schenkung der Stiftung Niedersachsen an die Stadt Göttingen. Die Umsetzung des Denkmals wurde von der Stiftung Niedersachsen betreut. 

Angaben zur Schenkung

Realisierungszeitraum: 2014-2016
Projektpartner: Stadt Göttingen

Weitere Informationen zum Denkmal finden Sie unter www.denkmale.goettingen.de